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Das Absolventenbarometer 2007

16.07.2007
Das Auswärtige Amt ist zum fünften Mal in Folge beliebtester Arbeitgeber der Top-Juristen. Das zeigen die Ergeb­nisse der aktuellen Studie „Das Deutsche Absolventen­barometer 2007 – Law Edition“, die das trendence Institut in Kooperation mit e-fellows.net durchgeführt hat.
Ziel der Untersuchung ist es, die Berufs- und Lebenspläne der kommenden Juristenelite, ihre Prä­fe­renzen und Prioritä­ten beim Berufs­einstieg und ihre Wahrnehmung der Attraktivität von Arbeit­gebern zu erfassen. An der deutschland­weiten repräsentativen Studie beteiligten sich knapp 1.400 überdurchschnittlich leistungsfähige Studierende und Referendare der Rechtswissenschaften sowie Volljuristen.

Großkanzleien holen auf
Auf das Auswärtige Amt folgen auf den Plätzen zwei und drei des Rankings die Kanzleien Freshfields Bruckhaus Deringer und Hengeler Mueller. Beide konnten ihre Platzierungen gegenüber dem letzten Jahr behaupten und an Prozentpunkten dazu gewinnen. Damit verringert sich der Abstand zwischen dem Auswärtigen Amt und den zweit- bis fünftplatzierten Großkanzleien auf wenige Prozentpunkte. Zu den Aufsteigern des diesjährigen Rankings gehören vor allem internationale Rechtsanwaltssozietäten wie Shearman & Sterling LLP und Allen & Overy LLP, welche sich vom 31. bzw. 21. auf den 16. bzw. 13. Rang verbessern konnten. Plätze verloren hat hingegen KPMG, die von Platz 23 auf den 28. Rang abrutschten.

Erwartungen an das Einstiegsgehalt steigen wieder

Wichtiges Ergebnis der trendence-Studie: Der Trend zur Bescheidenheit in Bezug auf die Gehaltserwartungen scheint gebrochen. Gegenüber dem langfristig hohen Verdienstpotential ist ein gutes Einstiegsgehalt den Berufseinsteigern wieder relativ wichtiger. Fiel das erwartete Einstiegsgehalt 2006 mit durchschnittlich 53.300 Euro noch recht genügsam aus, erwarten die angehenden und Volljuristen 2007 mit 64.900 Euro durchschnittlich über 10.000 Euro mehr pro Jahr. Damit einher geht zudem eine niedrigere Erwartung an die für dieses Gehalt abzuleistende Wochenarbeitszeit: Waren die Befragten im letzten Jahr bereit, 54,9 Stunden pro Woche zu arbeiten, erwarten sie in diesem Jahr bei mehr Lohn eine geringere Wochen­arbeitszeit von 54,4 Stunden.

„Der Arbeitsmarkt für Juristen und das Selbstverständnis von Berufsanfängern der Rechtswissenschaften haben sich in den letzten Jahren stark ausdifferenziert“, erläutert Lena Steinberg vom trendence Institut. „Top-Absolventen, die zwei Prädikatsexamina, Praxis- und Auslandserfahrung vorweisen können, haben beste Chancen, ein hohes Einstiegsgehalt zu fordern und in der Kanzlei ihrer Wahl einzusteigen.“ Die beruflichen Ziele der befragten Top-Juristen sind entsprechend karriereorientiert: Sie wollen nach einem Direkteinstieg arbeiten, wo sie die besten Chancen haben, Führungs­aufgaben übernehmen, Erfahrungen im Ausland sammeln und sich durch praktische Tätigkeiten weiterbilden.

Top-Arbeitgeber – Law Edition 2007


1 Auswärtiges Amt 26,5 - Rang 1 29,6

2 Freshfields Bruckhaus Deringer 23,4 Rang 2 23,3

3 Hengeler Mueller 23,2 Rang 3 22,8

4 Clifford Chance 13,2 Rang 4 11,6

5 Gleiss Lutz Rechtsanwälte 11,7 Rang 5 10,4

Über die Studie
Die trendence-Studie „Das Absolventenbarometer“ wird jährlich unter examensnahen Studierenden und Absolventen durchgeführt um die Arbeitgeberattraktivität von Unternehmen zu analy­sieren. Mit knapp 21.000 examensnahen Studierenden und Absolventen, die zu ihren Präferen­zen und Prioritäten rund um den Berufseinstieg befragt wurden, ist „Das Absolventenbarometer 2007“ nicht nur die größte Studie ihrer Art, sondern auch die um­fassendste, die jemals durchgeführt wurde.

Über trendence

trendence ist Europas führendes Forschungsinstitut im Bereich Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting. trendence befragt jährlich über 200.000 Schüler, Studenten, Absolventen und Young Professionals, um an Informationen über deren Erwartungen und Strategien bezüglich ihrer Arbeitgeberwahl zu gelangen. Die Ergebnisse der Untersuchungen unterstützen Unternehmen dabei, wichtige Erkenntnisse über potenzielle und vorhandene Mitarbeiter zu erhalten. Die Studien werden in verschiedenen Ländern sowie auf paneuropäischer Ebene und global durchgeführt. Beispiele für trendence-Studien sind „Das Absolventenbarometer“, „Das Schülerbarometer“, „The UK Student Barometer“ und „The European Student Barometer“.

Meike Wacker | trendence
Weitere Informationen:
http://www.trendence.com

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