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Neue Anforderungen an das Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk

12.03.2002


Das SHK-Handwerk muss sich neuen Herausforderungen stellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Gemeinschaftsstudie der Unternehmensberatung Dr. Wieselhuber & Partner und der RAS International, die nicht nur die Anforderungen an Hersteller, Händler und Verarbeiter der Branche analysiert, sondern auch die sich daraus ergebenden Konsequenzen definiert.

Der wichtigste Veränderungstreiber der Branche ist nach wie vor die anhaltende Konzentrationswelle. Der Studie zufolge werden der bevorstehenden Marktbereinigung 5 bis 10 % der Hersteller und bis zu 15 % der Großhändler zum Opfer fallen. Diese Konzentrationstendenz wird begleitet von einer stark ausgeprägten Verunsicherung, resultierend aus den katastrophalen Ereignissen des Jahres 2001, die sich mit den Schlagworten "schwarzer April", "11. September" und "Rezession" umschreiben lassen. In solchen unsicheren Branchenzeiten fällt es den Herstellern und Händlern schwer, Entscheidungen zu treffen; Chancen bleiben oft ungenutzt. "Dabei", so Winfried K. Keil, Projektleiter bei Dr. Wieselhuber & Partner, "ist es gerade in Zeiten des strukturellen Wandels überlebenswichtig, sich den neuen Herausforderungen, zum Beispiel in Form von Restrukturierung oder strategischer Neuausrichtung, zu stellen."

Wachstumspotenziale der Branche sieht Dr. Wieselhuber und Partner bei diesen Vorraussetzungen im Bereich der neuen Technologien und bei ausgewählten Produktsegmenten wie z. B. Be-/Entlüftung, Wellness, Regenerative Energien.

Positiv wird in der Studie die zunehmende Professionalisierung des Handwerks bewertet, die aus dem steigenden Preis-, Auslastungs- und Produktivitätsdruck resultiert. So gibt es beispielsweise von Seiten der Verarbeiter neue Wertschöpfungsbereiche, die von personalisierten Order-Status-Abfragen für Endkunden über Online-Montage-Anleitungen bis hin zu Single-Hand-Lösungen reichen. Handwerker entwickeln regelrechte Kriterienkataloge, nach denen Sie Hersteller auswählen. Eine Rolle spielt dabei nicht nur das Preis-Leistungsverhältnis, sondern auch die Herstellergarantie, die Lieferverfügbarkeit, die Montagefreundlichkeit und die eigene Spanne. Zusätzlich fordern Handwerker von Herstellern mehr Marketing-, Kundenbetreuungs- und Supportleistungen ein. "Der Handwerker der Zukunft", so Unternehmensberater Keil, "ist technologiegeprägt sowie marken-, prozess- und dienstleistungsorientiert. Nur so kann er seine Existenz sichern".

Die Studie wird auf der SHK-Messe in Essen am 12. März 2002 vorgestellt.

Melanie Kellner | ots

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