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LISA bringt Asthma-Wissen zum Arzt

09.05.2007
Universität Witten/Herdecke schult Mediziner und Praxisteams leitliniengerecht im Rahmen einer Versorgungsforschungs-Studie / Ärzte können noch teilnehmen

Wo sich Wissen schnell weiterentwickelt, wird lebenslanges Lernen zur Pflicht. Besonders Mediziner sollten auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung sein. In Deutschland publiziert die Ärzteschaft wissenschaftlich fundierte Empfehlungen in den Nationalen Versorgungsleitlinien. Doch auf welchem Weg gelangen die Empfehlungen am besten in die ärztliche Praxis und damit zum Patienten? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Leitlinien-Implementierungs-Studie Asthma, kurz LISA, die jetzt an der Universität Witten/Herdecke angelaufen ist.

LISA gehört zu den wissenschaftlichen Projekten, mit denen die medizinische Fakultät der Universität ihren Fokus auf den Bereich der Versorgungsforschung legt. Die Ergebnisse der Versorgungsforschung dienen als Basis dafür, dass das Wissen aus der Forschung auch in der Arztpraxis ankommt und umgesetzt wird. Bei dem aktuellen Projekt geht es um die Umsetzung der Versorgungsleitlinie Asthma in den Behandlungsalltag von primärversorgenden Haus- und Kinderärzten. LISA-Projekt-Leiter ist der Internist Nik Koneczny: "Obwohl die Zahl der asthmakranken Kinder und Erwachsenen stetig zunimmt, herrscht bei den Kollegen oft Unsicherheit über die leitlinienkonforme Patientenbetreuung. Exakte Untersuchungen werden oft zu spät angeordnet, viele Betroffene nehmen nicht die Medikamente ein, für die es die besten Wirksamkeitsbelege gibt."

Die von der Bundesärztekammer geförderte Studie umfasst mehrere Bausteine.
Dazu gehören Fortbildungsveranstaltungen für niedergelassene Ärzte, bei denen Wittener Experten die leitliniengerechte Erkennung und Behandlung von Asthma persönlich erläutern. Als weitere Informationsangebote im Rahmen von LISA gibt es ein E-Learning-Portal für Ärzte und Schulungen für Arzthelferinnen in den Praxen. Wissenstests vor und nach den Schulungen - bei Ärzten und auch bei Patienten - sollen Aufschluss über die Effektivität der Vermittlungswege geben. Die ersten Schulungen für Ärzte haben bereits stattgefunden. Insgesamt sollen rund 220 Arztpraxen und 1000 Patienten an der Studie teilnehmen. Interessierte Arztpraxen, ärztliche Qualitätszirkel und Fachgesprächskreise sind herzlich eingeladen, noch an den Fortbildungsangeboten teilzunehmen.
Kontakt: Nik Koneczny,
02302-926-708, koneczny@evidence.de, www.AsthmaWissen.de

Nik Koneczny | Uni Witten/Herdecke
Weitere Informationen:
http://www.AsthmaWissen.de
http://www.uni-wh.de

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