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Hilft ein neu entwickeltes Kraft- und Ausdauertraining kranken Herzen?

30.04.2007
Eine klinische Studie, entworfen von Göttinger Kardiologen, soll klären, ob ein spezielles Kraft- und Ausdauertraining Herzpatienten mit zusätzlichen Risikofaktoren hilft. Patienten aus Göttingen und Umgebung gesucht.

Wie wirkt sich ein kombiniertes, stufenweise aufgebautes Kraft- und Ausdauertraining auf die Herzleistung, die körperliche Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität von Menschen aus, die wegen einer Funktionsstörung des Herzmuskels eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit und Kurzatmigkeit haben? Diese Frage will eine Studie klären, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des deutschlandweiten Kompetenznetzes Herzinsuffizienz gefördert wird. Die Leitung der Studie, die in Göttingen, München und Berlin durchgeführt wird, haben die Ärzte Prof. Dr. Burkert Pieske und Dr. Frank Edelmann aus der Abteilung Kardiologie und Pneumologie im Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen.

An der Studie teilnehmen können Herz-Patienten mit mindestens einem zusätzlichen Risikofaktor wie Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht oder Diabetes mellitus. Außerdem sollte neben einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit – etwa durch Atemnot oder durch schnelle Ermüdbarkeit – eine Herzwandverdickung bzw. Dehnbarkeitsstörung des Herzmuskels bekannt sein oder vermutet werden. Gesucht werden Patienten aus Göttingen und der näheren Umgebung. Im Rahmen der Studie nehmen sie für drei bis sechs Monate an einem kostenfreien Trainingsprogramm teil.

Das individuell ausgerichtete Trainingsprogramm findet im Fitness- und Gesundheitszentrum der Universität Göttingen unter Anleitung und Überwachung durch Trainingswissenschaftler und Medizinstudierende, im Bedarfsfall auch unter ärztlicher Kontrolle, zwei- bis dreimal pro Woche statt. Entwickelt wurde es von Trainingswissenschaftlern und Sportmedizinern der Universität München (Prof. Dr. Martin Halle, Lehrstuhl für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin) speziell für Patienten mit einer Dehnbarkeitsstörung des Herzmuskels. Vor und nach dem Trainingsprogramm erhalten alle Patienten der Studie ausführliche kardiologische Untersuchungen mit Blutentnahme, Herz-Ultraschall, Armarterien-Ultraschall, EKG, Langzeit-EKG, Belastungstest mit Gasanalyse sowie eine Lungenfunktionsuntersuchung.

BEI INTERESSE ODER FRAGEN wenden Sie sich bitte an:
Dr. Frank Edelmann
Abteilung Kardiologie und Pneumologie - Universitätsmedizin Göttingen
Telefon: 0551/39-2658
E-Mail: fedelmann@med.uni-goettingen.de

Stefan Weller | Universitätsmedizin Göttingen
Weitere Informationen:
http://www.universitaetsmedizin-goettingen.de
http://www.med.uni-goettingen.de/presseinformationen/presseinformationen_6288.asp

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