Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stabiles Wachstum am Hightech-Markt

08.03.2007
Telekommunikationsmarkt bleibt Sorgenkind

Der Markt für Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) wird innerhalb der EU sowohl 2007 als auch 2008 um knapp drei Prozent wachsen. Dies geht aus einer aktuellen Studie des European Information Technology Observatory (EITO) hervor. Demnach wächst das Marktvolumen in diesem Jahr auf 668 Mrd. Euro, 2008 soll es bei 687 Mrd. Euro liegen. Wachstumstreiber bleibt auch weiterhin der Markt für Informationstechnik (IT), mit rückläufigen Wachstumsraten muss dagegen der Telekommunikationsmarkt rechnen. Die Ergebnisse der EITO-Studie wurden heute, Donnerstag, vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) präsentiert.

Das Wachstum im Telekommunikationsmarkt fällt gegenüber dem IT-Markt deutlich geringer aus. Das Marktvolumen steigt 2007 um 1,5 Prozent auf 348 Mrd. Euro, 2008 geht das Wachstum auf 1,1 Prozent zurück (352 Mrd. Euro). "Dies zeigt eine Tendenz, die ja schon seit einiger Zeit besteht und sich auch weiterhin fortsetzen wird", so EITO-Geschäftsführerin Carola Peter gegenüber pressetext. Der Markt befinde sich im Umbruch, die bisherigen Wachstumsbereiche können nicht mehr den gewünschten Zuwachs bringen. Wodurch entstehende Verluste kompensiert werden können, sei heute noch nicht absehbar. Zudem ist "der Telekommunikationsmarkt gegenüber dem IT-Markt einem sehr viel stärkeren Wettbewerb ausgesetzt", erläutert Peter. Während die Nachfrage nach Festnetz-Datendiensten wie DSL und mobilen Datendiensten weiter steigt, geht das Marktpotenzial für Sprachdienste im Festnetzbereich EU-weit zurück. Jährlich muss mit einem Minus von rund fünf Prozent gerechnet werden.

Der IT-Sektor kann bis 2008 deutlich zulegen. Mit einem Plus von 4,4 Prozent wächst der Umsatz 2007 auf 320 Mrd. Euro, nächstes Jahr soll er auf 335 Mrd. Euro klettern (plus 4,7 Prozent). Innerhalb des Sektors wachsen die Felder IT-Services (plus 5,5 Prozent) sowie Software (plus 6,5 Prozent) 2007 besonders stark. Dieses Wachstums soll sich auch im nächsten Jahr fortsetzen. Im Hardware-Bereich rechnen die Studienautoren ebenfalls mit einem deutlichen Auftrieb bis 2008. Demnach wird das Wachstum 2007 bei 1,7 Prozent, nächstes Jahr soll dieses bei 2,2 Prozent liegen. Während die Absatzzahlen von Desktop-PCs weiter sinken, steigt die Nachfrage nach Notebooks und Multifunktionsgeräten. Auch der Markt für Unterhaltungselektronik wächst in diesem Jahr (plus 2,5 Prozent). Im Mittelpunkt des Kundeninteresses stehen dabei Flachbildfernseher und digitale Geräte.

Ein Wachstumsfeld der nächsten Jahre sehen die Studienautoren im Bereich von IT-Innovationen. Telematik und Navigation, Logistik und RFID, Sicherheitstechnologien, Elektronik im Gesundheitswesen sowie die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung würden auf zunehmende Nachfrage treffen. "Dass die Bedeutung der Innovationen zunehmen wird, davon kann man ausgehen. Im Vergleich mit anderen Bereichen sind die Marktanteile derzeit aber noch klein." Embedded Systems werden an Bedeutung gewinnen, aber auch eine weitere Differenzierung innerhalb von Software-Services wird in Zukunft notwendig, so Peter.

Victoria Schubert | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.eito.com
http://www.bitkom.org

Weitere Berichte zu: IT-Markt Marktvolumen Studienautor Telekommunikationsmarkt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE