Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schwierige Zeiten erfordern Unternehmensführer, die über den Tellerrand hinaus schauen

01.02.2002
  • Accenture stellt im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in New York seine Studie "Wirtschaft in einer labilen Welt" vor
  • Vier mögliche Szenarien für die Welt im Jahr 2012

Seit heute versammeln sich die bedeutendsten Unternehmensführer beim Weltwirtschaftsforum in New York (bis zum 4. Februar). In der auf dem Forum vorgestellten Studie der internationalen Unternehmensberatung Accenture "Wirtschaft in einer labilen Welt" werden sie dazu aufgefordert, die Initiative zu übernehmen und in einem immer unsichereren Umfeld die eigene Zukunft aktiv zu gestalten.



Die Studie untersucht die Auswirkungen der jüngsten Entwicklungen auf die Weltwirtschaft. Dazu zählen vor allem die zunehmende Bedeutung der Anti-Globalisierungs-Bewegung, die weltweite Rezession sowie die Terroranschläge vom 11. September und der Kampf gegen den Terrorismus. Laut Accenture ergeben sich daraus vier mögliche Szenarien für die Welt im Jahr 2012.



Szenario 1: Gemeinsamkeiten

In einer relativ stabilen und stark miteinander verflochtenen Welt werden Spannungen zwischen Staaten und sozialen Gruppen in der Regel durch enge Zusammenarbeit und Verhandlungen gelöst. Das Wirtschaftswachstum ist relativ langsam, aber stabil, und der Wohlstand wird weltweit zunehmend gleichmäßig verteilt - sowohl innerhalb als auch zwischen den Staaten. Die Wirtschaft ist besser in die Gesellschaft eingebunden. Die meisten Menschen leben in gesicherteren und besser situierten Verhältnissen, die Toleranz gegenüber anderen steigt. Sorge bereiten allerdings - insbesondere in den reicheren Ländern - die hohen Kosten dieser Stabilität. Dazu gehören steigende Inflation, höhere Steuern und starke Bürokratisierung.

Szenario 2: Das Stärkere überlebt

Freie Marktwirtschaft und Demokratie haben sich in vielen Ländern durchgesetzt. Bei geringer Regulierung und Besteuerung herrscht ein ausgeprägter Wettbewerb, der Unternehmen zu effizientem und dynamischem Handeln zwingt. Der Lohn für diejenigen, die sich behaupten, ist hoch, und vielen Menschen geht es besser. Für die anderen, die keinen Erfolg haben, ist das Leben jedoch hart. Die Unterschiede innerhalb und zwischen den Staaten haben sich kaum verringert. Der Einfluss der Vereinigten Staaten auf das Wirtschaftsleben und die internationale Sicherheit ist gestiegen, da sich andere Länder und Regionen auf innere Angelegenheiten konzentrieren. Während die Welt in vielerlei Hinsicht relativ stabil ist, gibt es Vorbehalte gegenüber dem ’Big Business’ und der als solchen empfundenen Vorherrschaft der US-amerikanischen Kultur, die bisweilen in Feindseligkeiten und Gewalt umschlagen.

Szenario 3: Stürmische Zeiten

Zunehmende wirtschaftliche Integration und Liberalisierung haben stärker werdende soziale Spannungen zur Folge. Der Dialog zwischen Regierungen, Wirtschaft und Gesellschaft ist versiegt. Global agierende Unternehmen übernehmen viele Aufgaben, die früher den Staaten vorbehalten waren. Es hat sich ein scharfes Werte- und Wohlstandsgefälle herausgeschält, die Medien sind zu Schlachtfeldern geworden. Immer Weniger werden immer reicher, während die Meisten zu den Verlierern zählen. Sicherheit ist zum Hauptproblem geworden - für Unternehmen wie Individuen.

Szenario 4: Getrennte Welten

Aufgrund politischer und wirtschaftlicher Turbulenzen haben sich die Staaten in ihre Grenzen zurückgezogen. Sie kooperieren zwar noch auf regionaler Ebene, aber unternehmen wenig hinsichtlich globaler Herausforderungen. In vielen Ländern wird zunehmender Protektionismus und eine teilweise Umkehrung der wirtschaftlichen Reformen beobachtet. Länder mit großen Binnenmärkten kommen relativ gut mit der Isolierung zurecht, und einige Gruppen haben in dieser neuen Welt Grund zu vorsichtigem Optimismus. Das Wirtschaftswachstum ist jedoch überall langsam und ungleichmäßig, und der Lebensstandard ist für viele Menschen, insbesondere bei den Ärmsten der Welt, stark gesunken.

Fazit der Studie

Ankommen wird es in Zukunft in erster Linie auf starke Führungspersönlichkeiten. In ihnen sehen die Autoren der Accenture-Studie den Schlüssel zur Bewältigung der Herausforderungen. Auszeichnen sollten sie sich durch Flexibilität sowie durch Zähigkeit und Standfestigkeit -- nicht nur im Geschäftsalltag, sondern auch bei der Formulierung und Umsetzung von Unternehmensstrategien. Die vollständige Studie steht unter www.accenture.de als PDF-Datei zur Verfügung.

Weitere Informationen:
Accenture GmbH
Otto-Volger-Straße 15
65843 Sulzbach/Frankfurt


Sonja Fink
Telefon (06196) 57-66273
Telefax (06196) 57-66971
E-Mail: sonja.fink@accenture.com

| ots
Weitere Informationen:
http://www.accenture.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Diabetesmedikament könnte die Heilung von Knochenbrüchen verbessern
17.03.2017 | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke

nachricht Soziale Phobie: Hinweise auf genetische Ursache
10.03.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise