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Internet-Telefonie: Privatnutzer haben die Nase vorn

16.10.2006
  • 11 Prozent der Privatpersonen und 9 Prozent der Unternehmen nutzen Voice over IP
  • Kostenersparnis bis zu 30 Prozent
  • Unternehmen investieren 350 Millionen Euro

Bei der Internet-Telefonie haben Privatpersonen die Nase vorn. Während bereits 11 Prozent der Deutschen Voice over IP nutzen, sind es bei den Unternehmen derzeit erst 9 Prozent. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin bekannt.

Grundlage für die Angaben sind aktuelle Studien der FGW Online und des E-Business-Watch. Auf der Hightech-Messe Systems, die kommende Woche in München beginnt, wird Internet-Telefonie zu den Schwerpunktthemen gehören. „Der rasante Zuwachs an Breitbandanschlüssen und günstige Flatrates haben die Technologie gerade für Privathaushalte interessant gemacht“, sagte BITKOM-Präsident Willi Berchtold. Vorteile sieht er auch für gewerbliche Nutzer: „Unternehmen, die auf Voice over IP umsteigen, können bis zu 30 Prozent Kosten sparen.“

Unter den Privatpersonen ist die Internet-Telefonie besonders bei den 18- bis 24-Jährigen beliebt. In dieser Gruppe verwendet fast jeder Vierte seinen Breitbandanschluss, um mit Freunden und Bekannten zu sprechen. Bei den 25- bis 29-Jährigen sind es 18 Prozent. Mit steigendem Alter nimmt das Interesse allerdings deutlich ab. Nur 4 Prozent der Deutschen über 60 Jahre nutzen Voice over IP. Dabei ist die Handhabung viel einfacher geworden. Früher mussten Kunden erst ihren PC hochfahren und sich ein Headset aufsetzen – heute erlauben Adapter den Anschluss des vorhandenen Telefons an den Breitbandzugang. Die Tarife reichen von kostenlosen Telefonaten zu anderen Kunden des gleichen Anbieters, über Flatrates für Festnetztelefonate bis hin zur minutenbasierten Abrechnung.

Bei den Unternehmen spielt Voice-over-IP insbesondere eine Rolle bei Telefonaten über das firmeninterne Daten-Netz. Daraus ergeben sich hohe Einsparungen in der Infrastruktur. Während einst in jedem Unternehmen ein Telefon- und ein IT-Netz gebraucht wurden, ist jetzt nur noch ein einziges IT-Netz notwendig. Darüber können gleichzeitig Gespräche geführt und Daten versendet werden. Das haben insbesondere die Telekom-Anbieter erkannt. In dieser Branche nutzt bereits jedes dritte Unternehmen Voice over IP selbst. Weit verbreitet ist die Technologie zudem bei den Herstellern von informations- und kommunikationstechnischen Geräten (19 Prozent) und von Unterhaltungselektronik (18 Prozent).

Mit Voice over IP hat sich längst ein neuer Megamarkt entwickelt. „Die Potenziale kann man gar nicht hoch genug einschätzen“, sagte Willi Berchtold. „Allein die deutschen Unternehmen werden dieses Jahr etwa 350 Millionen Euro in Hard- und Software für Voice over IP investieren.“ Das hat eine aktuelle Studie der Marktforscher von TechConsult ergeben.

Ansprechpartner
Stephan Kahl
Pressesprecher
Public Sector & Neue Märkte +49. 30. 27576-119
Fax +49. 30. 27576-400
s.kahl@bitkom.org

Manfred Breul
Bereichsleiter
Telekommunikation
+49. 30. 27576-249
Fax +49. 30. 27576-260
m.breul@bitkom.org

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. vertritt mehr als 1.000 Unternehmen, davon 800 Direktmitglieder mit etwa 120 Milliarden Euro Umsatz und 700.000 Beschäftigten. Hierzu zählen Gerätehersteller, Anbieter von Software, IT-Services, Telekommunikationsdiensten und Content. Der BITKOM setzt sich insbesondere für bessere ordnungsrechtliche Rahmenbedingungen, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine innovationsorientierte Wirtschaftspolitik ein.

Cornelia Kelch | BITKOM
Weitere Informationen:
http://www.bitkom.org

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