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Internet verändert Gesicht der Einkaufsstraßen

13.10.2006
Mode und Schmuck letzte Schaufenster-Bastion

Das Medium Internet hat weltweit großen Einfluss auf das Kaufverhalten der Konsumenten. Wer sich regelmäßig durch die virtuelle Welt klickt, macht seine Kaufentscheidungen nicht nur von Markenname oder der Popularität eines Produktes abhängig, sondern auch vom Ergebnis seiner Online-Recherchen. Wie eine aktuelle AC Nielsen-Studie zeigt, wird das Internet als Instrument für Kaufentscheidungen immer bedeutender und verändert dadurch auch das Erscheinungsbild der Einkaufsstraßen. Künftig werden manche Branchen nahezu von den großen Shoppingmeilen verschwinden. Besonders betroffen von dieser Entwicklung sind laut Studienergebnis Kategorien, in denen Dienstleistungen langsam zum Massenprodukt werden, wie etwa Banken oder Reisebüros.

"Das Gesicht der Einkaufsstraßen wird sich sicherlich ändern, komplett und ausschließlich in die Online-Welt verschwinden wird aber keine Branche", meint Irene Salzmann, Pressesprecherin von AC Nielsen, gegenüber pressetext. Es müsse sich niemand fürchten, das Internet werde keine Geschäfte verdrängen, sondern nur verlagern bzw. parallel dazu existieren. Branchen, die sich auf jeden Fall weiterhin auf den Shoppingarkaden finden werden, sind solche bei denen der Kunde zur Kaufentscheidung etwas anprobieren, riechen oder anfassen muss. Vor allem in den Bereichen Mode und Schmuck werden nach wie vor beim Schaufensterbummel Einkäufe getätigt. 47 Prozent der Befragten verlassen sich bei diesen Produkten auf die visuelle Präsentation.

Am beliebtesten beim Online-Shopping sind Urlaub und Reisen, MP3 Player sowie Handys. 54 Prozent der Internetuser weltweit treffen ihre Entscheidung für eine Urlaubsreise mittlerweile im Web. 42 Prozent kaufen Musikplayer online und 39 Prozent benutzen das Internet zur Wahl eines neuen Handys. In Österreich ist die Web-Affinität sogar noch stärker ausgeprägt als im globalen Durchschnitt. Fast 70 Prozent der Befragten buchen eine Reise nur noch online und 54 Prozent entscheiden sich virtuell für einen MP3 Player. Für Mode und Schmuck nutzen immerhin auch schon 24 bzw. 20 Prozent der Österreicher das Internet zur Kaufentscheidung.

"In Zukunft wird sich eine Kombination aus Internet und klassischem Einkauf durchsetzen", sagt Salzmann im pressetext-Gespräch. Viele Konsumenten würden etwa in einem Laden Artikel an- oder ausprobieren, diese dann aber online bestellen. "Das Internet wird mehr und mehr in die traditionellen Kaufvorgänge integriert", so Salzmann weiter. Auch für die Werbung hat das Medium Internet zunehmend an Bedeutung gewonnen und ist für Werbetreibende nicht mehr wegzudenken. Dennoch wird es auch in diesem Bereich eine Koexistenz mit konventionellen Werbeformen geben. TV und Printmedien sind weiterhin entscheidend für die Markenbildung und Positionierung eines Produktes (pressetext berichtete: http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=061013004 ).

Claudia Zettel | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.acnielsen.at

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