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Methode zur Diagnose von Präeklampsie gefunden

08.09.2006
Ursachen noch nicht geklärt

Mit einem simplen Bluttest könnten erste Anzeichen einer Präeklampsie (EPH-Gestose) drei Monate bevor die ersten Symptome eintreten prognostiziert werden. Wie eine amerikanische Studie zeigt, weisen potenziell gefährdete schwangere Frauen erhöhte Werte bei zwei bestimmten Proteinen auf. Wie das Internetmagazin newscientist.com http://www.newscientist.com diese Woche berichtete, könnte dies ein Durchbruch für die Frühdiagnostik bei Präeklampsie bedeuten.

"Präeklampsie wird durch Bluthochdruck und Eiweiß im Urin diagnostiziert. Wie gefährlich eine Präeklampsie ist, hängt davon ab, welches Organ noch betroffen ist. Es können verschiedene Funktionen der Nieren, Krampfanfälle oder eventuell auch ein Gehirnschlag die Folgen sein", erläutert Harald Zeisler von der Universitätsklinik für Frauenheilkunde der Medizinischen Universität Wien im Gespräch mit pressetext. In Österreich sind etwa ein bis zwei Prozent aller schwangeren Frauen betroffen, wobei die Ursachen für eine Präeklampsie noch weitgehend ungeklärt sind. "Mögliche Ursachen können immulogische Faktoren, genetische Dispositionen, der Nichtabbau von Fetten im Körper und Ähnliches sein", so Zeisler.

Wie nun bekannt wurde, haben amerikanische Forscher vom National Institute of Child Health and Human Development in Bethesda, Maryland (NICHD) eine mögliche Methode zur Früherkennung von Präeklampismus gefunden. Bei einer Studie, an der 552 Schwangere teilnahmen, wurden bei potenziell gefährdeten Frauen erhöhte Werte der Proteine Soluble Endoglin und sFlt1 festgestellt, welche für Risse in den Blutgefässen verantwortlich sind.

Durch simple Bluttests, welche sich auf diese Proteine konzentrieren, könnten gefährdete Schwangere identifiziert und schon früh medizinisch überwacht werden. Weiters hoffen die Forscher, dass man mit dieser Methode in Zukunft Symptome und Anfälle von Präeklampsie von anderen Krankheiten wie Epilepsie unterscheiden kann. Aufgrund der Ergebnisse der Untersuchung hoffen die Forscher auch ein endgültiges Heilmittel, das für die Mutter und das Kind verträglich ist, zu finden.

Victoria Danek | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.meduniwien.ac.at/frauenheilkunde
http://www.nichd.nih.gov/

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