Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gefahr bekannt - aber längst nicht gebannt: Studentin befragte Jugendliche zum Sonnenschutz

07.11.2001


Sportliche Bräune ist attraktiv; sie wirkt gesund und dynamisch. Dabei nimmt die Zahl der Neuerkrankungen an Hautkrebs in Deutschland ständig zu. Zwei Ursachen sind entscheidend: die Abnahme der Ozonkonzentration in der Stratosphäre und das Freizeit- und Urlaubsverhalten von Menschen fast aller Generationen. Was Jugendliche über Sonnenschutz wissen, welche Einstellung sie dazu haben und wie sie sich verhalten, hat in ihrer Examensarbeit die Essener Lehramtsstudentin Tanja Hensen (28) untersucht. Von der Körber-Stiftung erhielt sie dafür im Rahmen des Wettbewerbs Deutscher Studienpreis zum Thema "Bodycheck - Wie viel Körper braucht der Mensch?" einen mit 1 000 Euro dotierten Förderpreis.

Tanja Hensen hat sich an der Uni Essen auf die erste Staatsprüfung für die Übernahme eines Lehramtes in den Sekundarstufen I und II vorbereitet. Fächerkombination: Chemie und Biologie. Die Staatsprüfung schloss sie mit einer 1,7 ab. Bei ihrer Examensarbeit wurde sie im Fachbereich Chemie von Privatdozentin Dr. Karin Stachelscheid betreut.

Wer kennt den Unterschied zwischen UVA und UVB, wollte Tanja Hensen in einer empirischen Untersuchung von ihren jugendlichen Probanden erfahren. Was wissen sie über Lichtschutzfaktoren, und ziehen sie die Sonnenbank dem Brüten im Sand vor, weil die Werbung so häufig von "Safer Sun" spricht? Vernünftiger Sonnenschutz ist gerade für Kinder und Jugendliche wichtig, denn für Sie bedeuten Sonnenbrände ein erhöhtes Krebsrisiko, und im Kindes- oder Jugendlichen-Alter werden auch Verhaltensmuster und Lebensstile angelegt und geprägt.
Die Ergebnisse der Untersuchung fasst Tanja Hensen selbst so zusammen: "Sonnenschutz, ja bitte! - Aber wie?". Generell wissen die Jugendlichen zwar, dass zu viel Sonne schädlich ist, sie greifen auch mit Fleiß zur Cremedose, aber vom richtigen Lichtschutzfaktor für den jeweiligen Hauttyp wissen sie kaum etwas, und in der Schule steht das Thema nur ausnahmsweise auf dem Stundenplan. Am Schluss ihrer Arbeit gibt Tanja Hensen deshalb einen kurzen Überblick zu Möglichkeiten für eine Behandlung des Thema in der Schule. Sie selbst kann ihre Empfehlungen voraussichtlich demnächst ausprobieren, denn sie strebt ins Referendariat.

Tanja Hensens Arbeit war eine von 424 bei der Körber Stiftung eingereichten und eine von 65 ausgezeichneten Arbeiten. Ihren Preis kann sie im Februar nächsten Jahres in Berlin entgegen nehmen.

Und worin besteht nun der Unterschied zwischen UVA- und UVB-Strahlen: In der Wellenlänge. UVB-Strahlen sind energiereicher und deshalb gefährlicher.


Redaktion: Monika Rögge, Telefon (02 01) 1 83 - 20 85
Weitere Informationen: Dr. Karin Stachelscheid, Telefon (02 01) 1 83 - 39 86

Monika Roegge | idw

Weitere Berichte zu: Lichtschutzfaktor Sonnenschutz UVB-Strahl

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie