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Entscheider wollen Handelsregisteranzeigen als Pflichtveröffentlichung in der Zeitung

23.11.2005


Die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland hält die Handelsregisteranzeigen in der Zeitung für unverzichtbar. Für zwei Drittel der Entscheider in den Bereichen Handel, Handwerk, Dienstleistung und Herstellung ist die Pflichtveröffentlichung von Handelsregisteranzeigen in der Zeitung sinnvoll. Die Ergebnisse der vom Hamburger Institut BIK Umfrageforschung GmbH vorgelegten repräsentativen Studie bestätigten, welch hohe Relevanz die Handelsregisteranzeigen insbesondere für mittelständische Unternehmen hätten, erklärte das Erweiterte Präsidium (Präsidium und Vorsitzende der Landesverbände) des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) gestern Abend in Berlin.


Die Studie liefere auch für die Politik wichtige Erkenntnisse für das weitere Vorgehen. Zwar spreche grundsätzlich nichts dagegen, die EU-Richtlinie über elektronische Handelsregister, die die Abrufbarkeit im Internet ab 1. Januar 2007 vorschreibt, in nationales Recht umzusetzen. Doch sollte die Pflichtveröffentlichung in der Zeitung auch langfristig beibehalten werden. Hierfür habe sich im Übrigen das EU-Parlament ausdrücklich ausgesprochen. Gerade in der Verbindung von gedruckter Information und Inhalten im Internet lägen der Studie zufolge die Herausforderungen für die Zukunft, so die Zeitungsverleger. Hier könnten die Verlage vor allem für die Unternehmen in der Region gedruckte und elektronische Informationspakete zusammenstellen.

BDZV-Präsidium und Landesverbände hoben hervor, wie wichtig es sei, dass nicht nur Unternehmensentscheider, sondern auch die breite Öffentlichkeit über Handelsregistereintragungen informiert werden sollte. Dies könne in idealer Weise über die gedruckte Zeitung sichergestellt werden, bei der die Handelsregister ein wesentlicher Bestandteil des umfassenden Informationsangebots für die Leser seien.


In der vom BDZV in Auftrag gegebenen Studie wurden im Zeitraum Oktober/November bundesweit 1.400 Unternehmensentscheider gefragt. Jeweils rund ein Drittel der Unternehmen entstammt dem Dienstleistungssektor (35 Prozent) und dem Handel (30 Prozent), bei etwa jedem vierten handelt es sich um einem Hersteller; auf das Handwerk entfiel ein Zehntel der befragten Unternehmen.

Hans-Joachim Fuhrmann | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bdzv.de

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