Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rauchen von Cannabis weniger krebserregend als Tabak

18.10.2005


Laut Melamede ist Nikotin von entscheidender Bedeutung



Robert Melamede von der University of Colorado erklärte, dass das Rauchen von Cannabis weniger wahrscheinlich eine Krebserkrankung auslöst als das Rauchen von Tabak. Trotz der chemischen Ähnlichkeit wirke Tabak stärker krebserregend. Laut Melamede sei der Unterschied hauptsächlich auf das Nikotin im Tabak zurückzuführen. Cannabis könne eine Krebserkrankung durch das enthaltene THC unter Umstnden sogar hemmen. Gesundheitsaktivisten warnten vor jeder Form von Gleichgültigkeit. Cannabis bleibe die in Großbritannien am häufigsten konsumierte Droge. Laut der British Crime Survey wurde sie im letzten Jahr von einem von zehn Briten konsumiert. In der Vergangenheit wurde bereits ein Zusammenhang mit psychischen Problemen und Atemschwierigkeiten hergestellt. Andererseits wird ebenfalls erforscht, ob Cannabis zur Behandlung einer Reihe von Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Alzheimer eingesetzt werden kann.



Melamede, der zu den führenden amerikanischen Cannabisexperten gehört, erklärte, dass Nikotin krebserregende Bestandteile aktiviere. Bei THC sei hingegen nachgewiesen, dass es bei Mäusen diese Aktivierung blockiere. "Verbindungen, die in Cannabis enthalten sind, töten nachweisbar verschiedene Krebsarten ab. Dazu gehört Brust-, Prostata- und Hautkrebs sowie Lymphome und Leukämie." Zu einer Interaktion könne es kommen, da Cannabis häufig mit Tabak konsumiert werde. "Es ist möglich, dass sich mit dem Älterwerden der Konsumenten die Langzeitwirkungen des Cannabisrauchens jenen von Tabakrauchern angleichen." Die derzeitigen Forschungsergebnisse legten jedoch nicht nahe, dass das Rauchen von Cannabis ein vergleichbares karzinogenes Potenzial aufweise wie das Rauchen von Tabak. Jean King von Cancer Research UK erklärte laut BBC, dass viele der Studien für die Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Krebs und Cannabis gereinigte Cannabinoide eingesetzt hatten. "Die Ergebnisse derartiger Studien dürften nicht die gesamten Auswirkungen des Rauchens von Cannabis berücksichtigen, da insgesamt mehr als 400 Chemikalien eine Rolle spielen."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uccs.edu

Weitere Berichte zu: Cannabis Multiple Sklerose Nikotin Rauchen Tabak

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie