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Bereits wenige Zigaretten täglich können tödlich sein

22.09.2005


Auswirkungen auf Gesundheit bei Frauen stärker



Das Rauchen von einer bis vier Zigaretten täglich kann das Risiko eines Menschen an einer Herzerkrankung zu sterben nahezu verdreifachen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von norwegischen Wissenschaftern gekommen. Ihre Forschungsergebnisse legen nahe, dass die Auswirkungen auf die Gesundheit bei Frauen stärker sind und dass auch leichte Raucher einer ähnlichen Gefährdung ausgesetzt sind wie starke Raucher. Das Team um Kjell Bjartveit verfolgte die Gesundheit und die Sterberaten von fast 43.000 Frauen und Männern von Mitte der siebziger Jahre bis in das Jahr 2002. Die Ergebnisse ihrer Studie werden in dem Fachmagazin Tobacco Control veröffentlicht.



Im Vergleich mit Personen, die nie geraucht haben, starben jene Männer und Frauen, die zwischen einer und vier Zigaretten täglich rauchten, fast drei Mal so wahrscheinlich an einer Erkrankung der Koronararterie. Bei Frauen erhöhte diese Zigarettenmenge die Wahrscheinlichkeit eines Todes durch Lungenkrebs fast auf das Fünffache. Bei Männern, die gleich viel rauchten, stieg die Gefährdung auf das Dreifache. Aufgrund der relativ kleinen Anzahl an Männern, auf die diese Rauchgewohnheiten in der Studie zutrafen, kann dieses Ergebnis laut BBC auch auf einen Zufall zurückzuführen sein. Die so genannten leichten Raucher verfügten im Vergleich zu jenen Teilnehmern, die nie geraucht hatten, generell über eine um das Eineinhalbfache erhöhte Sterberate. Die Anzahl der Todesfälle stieg mit der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten.

Die Wissenschafter gehen davon aus, dass ihre Schlussfolgerungen präzise sind. Sie mussten die angenommenen Auswirkungen des leichten Rauchens über einen Zeitraum von fünf Jahren bei jenen Teilnehmern schätzen, die weniger lange geraucht hatten. Ein bedeutender Teil der leichten Raucher hatte während der Laufzeit der Studie die tägliche Zigarettenmenge erhöht. Dabei wurde eine Zigarettenmenge von neun Stück täglich nicht überschritten. Bjartveit erklärte, dass aus den Forschungsergebnissen nicht abzuleiten sei, welche Auswirkungen zum Beispiel das Rauchen einiger Zigaretten an einem Abend haben kann. Ken Denson von der Thame Thrombosis and Haemostasis Research Foundation stellte die Gültigkeit des präsentierten Zahlenmaterials in Frage. Andere groß angelegte Studien hätten nicht ergeben, dass das Rauchen von weniger als zehn Zigaretten täglich das Risiko einer Herzerkrankung erhöhte.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://tc.bmjjournals.com

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