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Ingenieur gehört zu den meist geschätzten Berufen

24.08.2005


Elektro-Ingenieure genießen in der deutschen Bevölkerung eine herausragende Stellung innerhalb der akademischen Berufsgruppen. Die in den vergangenen Jahren deutlich gewachsene Vielfalt an anspruchsvollen Aufgaben, die steigende Bedeutung für Industrie und Wirtschaft sowie exzellente Berufsaussichten haben Ingenieuren der Elektro- und Informationstechnik eine Position unter den "Top 5" der angesehensten Berufsgruppen gesichert. Das belegt die repräsentative VDE-Umfrage "Ingenieur Image 2005". Danach werten neun von zehn Frauen und 97 Prozent aller Männer den Ingenieurberuf als einen der zehn meistgeschätzten Berufe überhaupt. Fast jeder zehnte Mann hält Ingenieure sogar für den schätzenswertesten aller Berufe. In der Rangliste wird Platz eins vom Arzt eingenommen. Damit liegen nur die Berufe Lehrer, Architekt und Rechtsanwalt knapp vor dem des Ingenieurs.



Gut ein Viertel aller Männer (24 Prozent) empfehlen Jugendlichen ein Ingenieurstudium, so die VDE-Studie. Immerhin 16 Prozent aller Frauen sehen im Ingenieurwesen das aussichtsreichste und interessanteste aller Studienfächer (Deutsche gesamt 20 Prozent). Damit liegen die Ingenieurswissenschaften in der Rangliste empfohlener Studiengänge noch vor der Medizin (18 Prozent), Wirtschaftswissenschaften (15 Prozent) sowie Natur- und Rechtswissenschaften (jeweils 12 Prozent).



Noch positiver als der deutsche Bevölkerungsdurchschnitt beurteilen Studierende der Ingenieurwissenschaften und junge Ingenieure der Elektro- und IT-Branche ihren Berufsstand. Danach bewerten 75 Prozent aller Befragten ihren Beruf als "krisensicher". Fast ausnahmslos (99 Prozent) beschreiben Young Professionals ihre Tätigkeit als "abwechslungsreich und kreativ". 56 Prozent geben an, dass ihr Beruf "viel für die Gesellschaft" leistet. Fast jeder Zweite sieht den Ingenieursberuf als ein Arbeitsgebiet, bei dem Kommunikation eine entscheidende Rolle spielt.

Einzelne Aufgabenfelder von Ingenieuren sind allerdings innerhalb der Bevölkerung noch zu wenig bekannt. So werden Tätigkeitsbereiche wie die Medizintechnik (48 Prozent), die Fabrikautomation (44 Prozent) und die Nanotechnik (30 Prozent), bei denen Deutschland im internationalen Vergleich Spitzenplätze belegt, noch selten genannt. Laut aktueller VDE Studie werden Ingenieure der Elektro- und Informationstechnik vor allem mit Computern (68 Prozent), Unterhaltungs- und Mikroelektronik, Mobilkommunikation sowie Energie- und Kraftwerkstechnik (jeweils knapp unter 60 Prozent) in Verbindung gebracht.

"Obwohl sich das Image deutlich verbessert hat, entspricht es noch keineswegs der volkswirtschaftlichen Bedeutung als wesentlicher Motor der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und den gewachsenen Verantwortungsbereich der Elektroingenieure", bewertet der VDE die Ergebnisse der Imagestudie. Ein Ingenieur müsse heute Technik-Know-how mit anspruchsvollem Wissen über Software, Vertrieb, Service und Marketing verknüpfen. "Auch die Arbeit mit Menschen, die Möglichkeit, als Manager später selbst Entscheidungen zu treffen oder die Tatsache, nicht nur kreative Arbeit zu leisten, sondern für die Gesellschaft auch nützliche Anwendungen und Dienste bereitzustellen sind Aspekte, die man noch zu wenig in Zusammenhang mit dem Berufsbild eines Ingenieurs bringt", so der VDE.

Für die Studie wurden 1.000 Personen ab 14 Jahre in Deutschland befragt.

Ursula Gluske-Tibud | idw
Weitere Informationen:
http://www.vde.com

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