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Risikofaktoren für Nierenkrebs geschlechtsspezifisch

16.08.2005


Einfluss von Körpergewicht erneut bestätigt


Frauen mit starkem Übergewicht haben - unabhängig von der Köperfettverteilung - ein um 68 Prozent erhöhtes Risiko, an Nierenkrebs (Nierenzellenkarziom) zu erkranken. Bei übergewichtigen Männern steigt das Risiko einer Nierenkrebserkrankung nicht, allerdings spielt bei ihnen die Köperfettverteilung, vor allem die Größe des Taillenumfangs, eine wichtige Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt die europaweite EPIC (European Prospective Investigation into Cancer an Nurtrition)-Studie, an der Epidemiologen des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DifE) maßgeblich beteiligt sind.

In der Studie untersuchten die Wissenschaftler 348.550 Personen aus acht europäischen Ländern. Der Frauenanteil der Gruppe betrug 68 Prozent. Es wurden Daten zu Körpergröße, Körpergewicht, Body Mass Index (BMI) sowie Taillen- und Hüftumfang erhoben. Die Analyse der Daten basiert auf einer sechsjährigen Nachbeobachtungszeit in der 287 Personen neu an Nierenkrebs erkrankten. Das Ergebnis zeigt, dass bei Frauen nur das Körpergewicht an sich, bei Männern aber die Art der Körperfettverteilung bei der Erkrankung eine Rolle spielt. Danach haben Männer mit geringem Hüft- und größerem Taillenumfang im Vergleich zu gleichgewichtigen Männern ein höheres Risiko, an Nierenkrebs zu erkranken.


"Welche Mechanismen den beobachteten Zusammenhängen zwischen Körpergewicht, Körperfettverteilung und Nierenkrebs zu Grunde liegen und warum das Geschlecht einen so wesentlichen Einfluss auf das Krebsrisiko hat, ist noch nicht eindeutig geklärt", so Professor Boeing, Leiter der Potsdamer EPIC-Studie. Ältere Studien haben bereits einen Zusammenhang zwischen hohem Übergewicht und einem erhöhten Nierenkrebsrisiko nachweisen können, allerdings waren die bisherigen Ergebnisse bezüglich geschlechtsspezifischer Unterschiede nicht eindeutig. Außerdem waren nur zwei Studien bekannt, die sich nicht nur mit dem Einfluss des Körpergewichts sondern auch mit der Verteilung des Körperfetts beschäftigten.

Silke Welteroth | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.dife.de

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