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Schweizer achten mehr auf Kalorien und Fettgehalte

03.08.2005


Stiefmütterliche Behandlung der Farb- und Konservierungsstoffangaben



Rund 47 Prozent der Schweizer achten bei Lebensmittelverpackungen und Etiketten regelmässig auf die Fettgehalte. Rund 41 Prozent beachten die Kalorien und 38 Prozent der Schweizer überprüfen regelmässig den Zuckergehalt, ergab eine Befragung des Marktforschungsinstituts ACNielsen.



Das Institut ermittelte in einer weltweit durchgeführten Internet-Befragung das Verhalten der Konsumenten in Bezug auf Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen. In insgesamt 38 Ländermärkten in Europa, Asien-Pazifik, Nordamerika und Südafrika wurden über 21.100 Verbraucher befragt.

Global gaben vier von zehn Verbrauchern an, die Nährwertinformationen auf einer Verpackung vor allem dann genauer zu studieren, wenn sie ein Produkt zum ersten Mal kaufen. In der Schweiz tun dies rund 41 Prozent.

Stoffen, die als bedenklich für die Gesundheit gelten, widmen die Schweizer hingegen weniger Aufmerksamkeit. Regelmässig auf Konservierungsstoffe prüfen hierzulande nur 30 Prozent der Befragten ihre Produkte. Dies bei einem weltweiten Schnitt von 40 Prozent. Auch die Farbstoffangaben sind nur für 30 Prozent der Schweizer interessant, dies bei einem weltweiten Schnitt von 36 Prozent.

Rund 46 Prozent der Schweizer kennen laut eigenen Angaben den Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Diesbezüglich kennen sich am besten die Norweger mit rund 82 Prozent aus, und am schlechtesten die japanischen Konsumenten mit 23 Prozent.

Nicht alle Konsumenten verstehen indes die Nährwertangaben auf den Lebensmittelverpackungen. Am besten schneiden die US-Amerikaner ab: Hier gaben 65 Prozent der Befragten an, die Informationen "ziemlich gut" zu verstehen. In Lateinamerika sind es 52 Prozent, und im Raum Asien-Pazifik 34 Prozent. Schweizerinnen und Schweizer liegen mit 41 Prozent im europäischen Trend, der sich bei 43 Prozent befindet. Immerhin 6 Prozent gaben hierzulande an, von den Angaben überhaupt nichts zu verstehen.

Insgesamt zeigt die Studie, dass Kaufentscheidungen nur selten aufgrund von Nährwertangaben auf den Lebensmittelverpackungen getroffen werden. Soziale und kulturelle Aspekte, die dem Essen in einer Region beigemessen werden, sind laut ACNielsen beim Lebensmittelkauf weitaus wichtiger.

Martina Abächerli | pressetext.schweiz
Weitere Informationen:
http://www.acnielsen.ch

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