Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie: Über 20 % der Beschäftigten in Call Centern arbeiten von zu Hause

14.06.2005


Deutschland ist Europameister bei Heimarbeitsplätzen in der Call Center-Branche. Über ein Fünftel (22 Prozent) der Beschäftigten in deutschen Call Centern arbeiten in Wahrheit zu Hause. Dies hat eine neue Studie von Interactive Intelligence Europe zutage gefördert, in deren Rahmen 101 Call Center in Europa unter die Lupe genommen wurden.

Als den mit Abstand wichtigsten Grund für den Einsatz der sog. "Home Agents" nennt die Branche nicht Kostenersparnis, sondern den Zugriff auf Spezialwissen der Daheimbleibenden. 88 Prozent der befragten deutschen Call Center ermöglichen den Mitarbeitern eigenen Angaben zufolge von zu Hause aus zu arbeiten, weil die hochspezialisierten Fachkräfte den täglichen Weg ins Bürogebäude scheuen. 71 Prozent (Mehrfachnennungen waren erwünscht) geben das flexible Reagieren auf ungeahnte Anruferwellen als Hauptmotiv für Heimarbeitsplätze an. Im Bedarfsfall werden die Beschäftigten einfach per Leitung an die Zentrale angeschaltet, um den geplanten Nachfrageschub zu bewältigen. Nicht einmal für die Hälfte (43 Prozent) der hiesigen Call Center spielen laut eigenen Angaben Kostenüberlegungen eine Rolle bei der Schaffung von Heimarbeitsplätzen. Über zwei Drittel der befragten Call Center in Deutschland (68 Prozent) wollen auch künftig keine Home Agents einsetzen, sondern von den Beschäftigten den Weg ins Büro verlangen. Die Mehrzahl der Firmen (68 Prozent) haben offenbar Angst, die Kontrolle über die Mitarbeiter in den heimischen vier Wänden zu verlieren. Über die Hälfte (56 Prozent) stufen die für den Einsatz von Home Agents notwendige Technologie als zu komplex ein.

Europaweit sieht das Bild etwas anders aus, hat die Interactive- Studie herausgefunden. Im Durchschnitt der europäischen Länder steht die Flexibilität im Falle eines Kundenansturms an erster Stelle (86 Prozent). Den zweiten Platz auf der Motivskala nimmt das Spezialwissen der Home Agents ein (52 Prozent). Kostendämpfung steht für ein Drittel (33 Prozent) der europäischen Call Center im Mittelpunkt der heimischen Arbeitsplätze. Fast drei Viertel (74 Prozent) wollen auch in Zukunft auf das Arbeiten von zu Hause aus verzichten.

Interactive Intelligence Inc. (Indianapolis/USA) ist ein weltweit führender Hersteller von Multi-Channel-Kommunikationssoftware. Das 1994 gegründete Unternehmen ist seit 1999 an der NASDAQ börsennotiert (Kürzel ININ), beschäftigt über 350 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2004 rund 55,1 Mio Dollar Umsatz. Zu den mehr als 1000 Firmenkunden gehören große Markennamen wie DuPont, Abbott, Bridgestone/Firestone, Boeing und Wal-Mart. Die seit 1997 kontinuierlich weiterentwickelte Software kann herkömmliche Telefonanlagen, Call-Center-Systeme, Computer-Telefonie- Integrationslösungen, Sprachdialog- und Voicemailsysteme, Faxserver und Webgateways durch eine einheitliche standardisierte Softwarelösung ersetzen, die u.a. Internet-Telefonie (Voice-over-IP) unterstützt. Die Software wird über ein Vertriebsnetz von rund 150 Partnern vermarktet.

Richard Brown | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.inin.com

Weitere Berichte zu: Agents Call Center Heimarbeitsplatz Home

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zu sicherem Autofahren bis ins hohe Alter
19.06.2017 | Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Im Focus: Forscher entschlüsseln erstmals intaktes Virus atomgenau mit Röntgenlaser

Bahnbrechende Untersuchungsmethode beschleunigt Proteinanalyse um ein Vielfaches

Ein internationales Forscherteam hat erstmals mit einem Röntgenlaser die atomgenaue Struktur eines intakten Viruspartikels entschlüsselt. Die verwendete...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

Forschung zu Stressbewältigung wird diskutiert

21.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Faserkomponenten für den Weltmarkt

22.06.2017 | Physik Astronomie

Evolutionsbiologie: Wie die Zellen zu ihren Kraftwerken kamen

22.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Spinflüssigkeiten – zurück zu den Anfängen

22.06.2017 | Physik Astronomie