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Pilze zur Bekämpfung von Malaria viel versprechend

10.06.2005



Mehr als 90 Prozent der infizieren Moskitos sterben

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»Malaria »Spore

Ein Pilz könnte die neueste Waffe zur Bekämpfung von Malaria sein. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Edinburgh und des Imperial College London gekommen. Wird der Pilz auf Oberflächen aufgesprüht, sterben die damit in Kontakt kommenden Moskitos. Mehr als 90 Prozent der infizierten Moskitos starben laut Science innerhalb von 14 Tagen. Dabei handelt es sich um das früheste Stadium, in dem das Insekt Malaria übertragen kann. Experten sahen Schwierigkeiten in der Sicherstellung eines großflächigen Einsatzes. Durch Malaria stirbt jährlich rund eine Mio. Menschen.

Die Wissenschafter untersuchten Möglichkeiten, die Moskitos zu stoppen. Nachdem die Insekten sich mit menschlichem Blut voll gesaugt haben, rasten sie normalerweise einige Stunden an einer nahe gelegenen Zimmerdecke oder einer Wand. Getestet wurde, ob es eine Substanz gibt, die sie während dieses Zeitraumes infizieren kann. Konkret handelte es sich um einen Pilz der Art Beauveria bassiana, dessen inaktive Sporen direkt aufgetragen wurden. Als Spray wurde der Pilz auf dem Gitter von Käfigen getestet. Berührt ein Moskito die Sporen, keimt der Pilz, dringt in das Insekt ein und wächst im Inneren. Der Pilz macht die Insekten auch langsamer, so dass sie in den letzten Tagen ihres Lebens schlechter fliegen können. Dadurch sei die Wahrscheinlichkeit der Übertragung auch bei einem Überleben der Infektionsperiode deutlich geringer. Im Labor konnte die Übertragung von Malaria um 98 Prozent verringert werden.


Andrew Read von der University of Edinburgh erklärte gegenüber der BBC, dass der Pilz die Moskitos innerlich aufzufressen scheint. Die Rezeptur von pilztötenden Sprays für den Schutz von Feldern gegen Heuschrecken könnte als Modell für Anti-Moskito Sprays dienen. Der leitende Wissenschafter Matt Thomas vom Imperial College betonte, dass es keine Hinweise auf eine Resistenz gegen den Pilz gäbe. Sollte eine Resistenz entstehen, sei es extrem unwahrscheinlich, dass die Moskitos auch gegen chemische Pestizide resistent seien. "Es sollte daher möglich sein, chemische und biologische Pestizide gemeinsam oder abwechselnd einzusetzen, um ihre Einsetzbarkeit zu verlängern." Die Ergebnisse einer weiteren Studie zeigten, dass Moskitos, die im Haus auf mit dem Pilz imprägnierten Blättern saßen, ebenfalls infiziert wurden und starben. Diese Studie wurde von Wissenschaftern des Ifakara Health Research and Development Centre, (www.ihrdc.org )dem Schweizerischen Tropeninstitut (www.sti.ch/deutsch) und der Wageningen Universiteit (www.wau.nl) durchgeführt.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ed.ac.uk
http://www.ic.ac.uk
http://www.sciencemag.org

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