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Neue Therapie hilft Trauernden

02.06.2005


16 Sitzungen sollen helfen den Schmerz zu überwinden und neuen Mut zu fassen



Eine neue Behandlungsmethode verspricht eine schnellere Verbesserung der psychischen Gesundheit von Langzeittrauernden. Diese spezielle und sehr intensive Form der Trauer verursacht nicht nur emotionale und physische Probleme, sondern kann auch zu einem chronischen Zustand werden, der über Jahre dauern kann, jedoch nicht mit einer Depression vergleichbar ist. Durch eine eigene Form der Therapie - dem so genannten Complicated Grief Tretament (CGT) - konnten bei 51 Prozent der Behandelten rasch signifikante Verbesserungen erzielt werden. Die Technik, die von der University of Pittsburgh entwickelt wurde, wird in der aktuellen Ausgabe des Journal of the American Medical Association publiziert.

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Die Therapie sieht 16 maßgeschneiderte Sitzungen vor, bei denen die klassische interpersonelle Psychotherapie angewendet wird, die dem Patienten zu einer realistischen Sichtweise der Beziehung mit dem Toten verhelfen soll und ihn dazu ermutigt, befriedigende Sozialkontakte und Aktivitäten wieder aufzunehmen. Die Patienten wurden dazu angehalten offen über alles zu sprechen und Pläne für ihre Zukunft anzufertigen, die auch angenehme Aktivitäten, Situationen und Begegnungen beinhalten sollten, die die Betroffenen seit dem Todesfall gemieden hatten. Zusätzlich werden bei der neuen Methode noch Bewältigungsstrategien eingesetzt. Dazu zählen das nochmalige Durchleben und Erzählen der Geschichte des Todesfalls sowie die Aufzeichnung der Übungen um das Erzählte auch später noch einmal anhören zu können. Dadurch soll dem Patienten geholfen werden, die Gefühle über den Tod und den damit verbundenen Schmerz beiseite legen zu können und ihn weniger schmerzvoll zu machen.

An der Studie nahmen 95 Freiwillige teil, von denen mehr als die Hälfte nach Beendigung der Sitzungen von einer signifikanten Verbesserung ihrer Lebenssituation berichteten. Im Gegensatz dazu konnte durch eine herkömmliche Psychotherapie bei einer Kontrollgruppe nur eine Verbesserung von 28 Prozent herbeigeführt werden.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.jama.ama-assn.org

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