Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Steria Mummert Consulting

02.05.2005


Je früher ein Patient sein Zimmer im Krankenhaus räumt, desto mehr verdient die Klinik. Die Fallpauschalen zwingen die Krankenhäuser dazu, ihre Gesundheitsdienstleistungen immer effizienter zu erbringen und möglichst viele prä- und poststationäre Leistungen, die nicht direkt zur Kernkompetenz einer Klinik gehören, auszulagern. Daher sind niedergelassene Ärzte als Partner der Kliniken immer gefragter, wenn es um die Nachkontrolle der Patienten geht. 95 Prozent der deutschen Kliniken wollen bis 2006 mit Medizinern vor Ort kooperieren, so das Ergebnis der Studie „Krankenhaus-Trend“ der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting und der Fachzeitschrift „kma“. Die Untersuchung unter knapp 200 Fach- und Führungskräften aus dem Gesundheitswesen entstand in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Umfrage- und Beschwerdemanagementsoftware Inworks. Demnach rangieren niedergelassene Ärzte im Ranking der beliebtesten Kooperationspartner der Kliniken noch vor anderen Krankenhäusern, Krankenkassen und Pflegediensten. Vor allem Krankenhäuser mit Maximal- oder Regelversorgung setzen auf den Doktor von nebenan. Die Mediziner sollen neben der Mit- und Nachbehandlung auch den Patientenzustrom in Zeiten knapper Kassen sicherstellen.


Mehr als neun von zehn befragten Klinikentscheidern halten Kooperationen in den nächsten Jahren für bedeutend. 78 Prozent wollen bis 2006 in Kooperationen investieren. Fast jede Klinik plant dabei mit niedergelassenen Ärzten zu kooperieren. Zwei Drittel der Häuser streben sogar eine enge Zusammenarbeit an, weitere 30 Prozent wollen zumindest teilweise kooperieren. Die Mediziner vor Ort sind für die Kliniken attraktive Partner. Eine exklusive Kooperation sichert den Patientenstrom in die Krankenhäuser. Aber auch bei der Kontrolle und Nachbehandlung von stationär versorgten Patienten wird verstärkt auf Kooperationen mit niedergelassenen Medizinern gesetzt. Denn die Fallpauschalen zwingen die Krankenhäuser dazu, ihre prä- und poststationären Leistungen auszulagern. Je kürzer der stationäre Aufenthalt eines Patienten, desto geringer die Kosten bei feststehender Pauschale. Trotzdem ist den Klinikentscheidern eine gute Nachbetreuung ihrer Patienten zum Zwecke der Kundenbindung und Patientenzufriedenheit wichtig. Nahezu jede befragte Fach- und Führungskraft (95 Prozent) misst der Kundenbetreuung in Zukunft hohe Bedeutung bei.

Am stärksten ist der Kooperationsdrang bei Krankenhäusern mit Maximal- oder Regelversorgung: Hier gaben die Befragten überdurchschnittlich häufig an, dass sie stark mit niedergelassenen Ärzten zusammenarbeiten wollen. Gleiches gilt für private Krankenhäuser. Sie zeigen im Vergleich zu Kliniken in kommunaler Hand ein höheres Interesse, mit Haus- und Fachärzten zu kooperieren.


Neben den niedergelassenen Ärzten sind auch andere Krankenhäuser gefragte Partner. 40 Prozent der Entscheider gaben an, mit anderen Kliniken stark zusammenarbeiten zu wollen, beispielsweise bei Rehabilitationen. Vor allem öffentlich getragene Krankenhäuser wollen auf diese Weise ihre Angebote erweitern und Kosten sparen, während private weniger interessiert an Kooperationen mit anderen Krankenhäusern sind.

Diese Presseinformation basiert auf der Studie „Krankenhaus-Trend“ von Steria Mummert Consulting und der Fachzeitschrift „kma“ in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Umfrage- und Beschwerdemanagement-Software Inworks. In der Zeit von Oktober bis Dezember 2004 wurden 192 Fach- und Führungskräfte aus dem Gesundheitswesen befragt.

Joerg Forthmann | Steria Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.mummert-consulting.de
http://www.steria.de

Weitere Berichte zu: Consulting Fallpauschal Führungskraft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik

IVAM-Produktmarkt „High-tech for Medical Devices“ auf der COMPAMED 2017

18.10.2017 | Messenachrichten