Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Internetwirtschaft glaubt an Handy-TV

07.04.2005


Expertenumfrage: Mobiltelefon wird mobiles Multimediagerät


Die deutsche Internet- und IT-Wirtschaft glaubt an die Zukunft von Handy-TV. Das geht aus der aktuellen Studie "TV meets Handy" des Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco hervor, für die 70 Experten befragt wurden. Die Mehrheit geht davon aus, dass das Mobiltelefon "wie ein Schwamm immer mehr Funktionen in sich aufsaugen wird, für die es bislang separate Geräte gibt". Im Gegensatz zu Marktstudien, die TV-Funktionen am Handy in Europa wenig Chancen geben, glauben die deutschen Experten an das Handy als mobiles TV-Gerät.

"Nicht der Spielfilm, sondern der kleine Entertainmenthappen für Zwischendurch wie z.B. Sportsequenzen, Musikclips und News werden besonders gut ankommen", meint Bettina Horster, Vorsitzende des eco-Arbeitskreises M-Commerce. Nur zwei Prozent der Befragten setzen auf den Spielfilm in voller Länge am Handy, dem Kinotrailer räumt hingegen ein Drittel gute Chancen ein. 74 Prozent gehen davon aus, dass Sportsendungen das größte Interesse auf sich ziehen werden. Nachrichten sowie Musik- und Videoclips sagen jeweils 67 Prozent eine rosige Zukunft als mobiler Content voraus. Knapp die Hälfte sieht eine Nachfrage nach Erotik am Handy.


Mobilfunkbetreiber und die Werbewirtschaft sind demnach die größten Nutznießer der Verschmelzung von Handy und TV. Nur ein Drittel der Experten sieht die Fernseh- und Rundfunkanstalten als Gewinner. Die Kosten der Transformation des Mobiltelefons in ein Multimediagerät werden die Verbraucher tragen, sind sich 40 Prozent der Experten sicher. Nur ein knappes Viertel geht davon aus, dass die Mobilfunkbetreiber die neuen TV-Handys "über Subventionen in den Markt drücken". Nur fünf Prozent glauben, dass die Kosten durch Werbung gedeckt werden können. Die TV-Unternehmen werden ihren mobilen Content demnach durch Premium-Abos finanzieren.

Wenig überraschend sind 88 Prozent der befragten Experten davon überzeugt, dass das eigene Wohnzimmer auch künftig der wichtigste Ort des Fernsehens bleiben wird. Überraschender ist hingegen die Einschätzung, dass die Verschmelzung von Handy und TV attraktiver und zukunftsträchtiger ist als die Fusion von PC und TV. Nur zwölf Prozent sind von der PC-Medienzentrale fürs Wohnzimmer überzeugt, während 33 Prozent dem Handy-TV eine rosige Zukunft prophezeien.

Erwin Schotzger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.eco.de

Weitere Berichte zu: CONTENT Handy Handy-TV Mobiltelefon Verschmelzung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie