Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Europamarkt für industrielle und kommunale Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen

01.04.2005


Rechtliche Richtlinien stellen die Weichen für ein zunehmendes Marktwachstum



Legislative Richtlinien erweisen sich als Hauptantriebskräfte für die europäischen Märkte der industriellen Abwasser- sowie der kommunalen Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen. Die Unternehmensberatung Frost & Sullivan hat festgestellt, dass diese derzeit in einer Reifephase befindlichen Märkte künftig stark wachsen werden, insbesondere da es immer mehr bindende Gesetze einzuhalten gilt.



Noch im Jahr 2003 wies der gesamte industrielle Prozesswasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen-Markt in Europa ein Volumen von insgesamt 2,30 Milliarden Dollar auf. Bei einer durchschnittlichen Wachstumsrate (CAGR) von 4,3 Prozent pro Jahr soll der Wert bis 2010 auf etwa 3,08 Milliarden Dollar ansteigen.

IPPC-Verordnung übt Druck auf Industrie aus...

Eine Verordnung, deren Implementierung besonderen Druck auf die Industrie ausgeübt hat, ist die "Integrated Pollution and Prevention Control (IPPC)"-Richtlinie. Diese schreibt vor, die Abwasseraufbereitung zu verbessern, und zielt so auf die Vitalisierung des Aufbereitungsanlagenmarktes.

"Die IPPC-Verordnung zwingt die Industrie, die beste verfügbare Technik (Best Available Technique - BAT) einzusetzen, um die Abwassereinleitung zu optimieren. Folglich wächst das Interesse an modernen Abwasseraufbereitungsanlagen", stellt Frost & Sullivan-Analyst Frederick Royan fest (http://environment.frost.com). "Die damit verbundene Förderung der Wasserkonservierung in der Industrie durch die Ermutigung zur Wiederverwendung und zum Recycling von behandeltem Abwasser wird mit großer Sicherheit die Wachstumsprognosen insbesondere auch für sekundäre und tertiäre Aufbereitungsanlagen verstärken."

Da die per IPPC-Verordnung gesetzte Frist bis zum Jahr 2007 schnell verstreicht, bieten sich nun vermehrte Verkaufschancen in Wachstumsregionen und bestimmten Anlagensegmenten. Obwohl trotz des drohenden Fristablaufs nur etwa die Hälfte der erforderlichen Richtliniendokumente - bekannt als die "Best Available Technique Reference Documents (BREFs)" - für die verschiedenen Bereiche herausgegeben wurden, wird dies das Wachstum nur kurzfristig behindern und mittel- bis langfristig einen Impuls geben.

... und schafft gleichzeitig Verkaufschancen

"Vorausschauende Anlagenanbieter sollten die Wachstumschancen ergreifen, die sich durch die IPPC-Verordnung als die treibende Kraft für industrielle Abwasseraufbereitung bieten", rät Fredrick Royan. "Der Erfolg hängt maßgeblich von den angesprochenen Industrien ab. Die Lebensmittel- und Getränkeindustrie beispielsweise wird wahrscheinlich ihre Investitionen erhöhen, um das Aufbereitungsniveau zu verbessern und BAT-qualifizierte Prozesse zu installieren."

Derzeit werden zwei konventionelle Anlagensegmente für die industrielle Prozesswasseraufbereitung - Demineralisierung und aktivierte Karbonfilteranlagen - stärker eingesetzt als moderne Anlagentypen, die mit UV und Ozon arbeiten. Gleichwohl wird die wachsende Nachfrage nach hochgradig gereinigtem Prozesswasser sowie eine wachsende Akzeptanz gegenüber neuen Technologien das Wachstum im Segment für letztgenannte moderne Aufbereitungslösungen antreiben, wobei zentralen Impulse von der Pharma-, Lebensmittel- und Getränkeindustrie ausgehen.

Darüber hinaus werden die Anbieter von UV- und Ozonanlagen für die Prozesswasseraufbereitung, aber auch Anbieter moderner Systeme wie Membranen-Bioreaktoren für die Abwasseraufbereitung von einer immer größeren Favorisierung nicht-chemischer Aufbereitungsverfahren im Markt profitieren.

Sorge um Umwelt und Gesundheit treibt kommunalen Markt an

Genau wie der industrielle Markt wird auch der Markt für kommunale Abwasseraufbereitungsanlagen durch gesetzliche Richtlinien und die Sorge um die Umwelt und öffentliche Gesundheit stimuliert. Frost & Sullivan zufolge hatte der gesamte europäische Markt für kommunale Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen im Jahr 2003 ein Volumen von etwa 2,33 Milliarden Dollar. Bei einer durchschnittlichen Wachstumsrate (CAGR) von 4,1 Prozent pro Jahr soll der Markt bis 2010 eine Größe von ungefähr 3,09 Milliarden Dollar erreichen.

Neben der "Urban Wastewater Treatment Directive (UWWTD)"-Richtlinie, die den Markt und besonders die sekundären und tertiären Anlagensegmente beeinflusst hat, ist die Trinkwasserverordnung für ein substantielles Wachstum bei den modernen Wasseraufbereitungsanlagen wie den Membranen-Systemen und den UV- und Ozon-Desinfektionsanlagen verantwortlich. Dabei werden Membranen-Systeme voraussichtlich ein weiteres Wachstum erleben, da sie nicht nur überaus zuverlässig, sondern auch mehr und mehr relevant sind bei der Behandlung komplexer Fremdstoffe wie Insektizide und so für eine sichere Versorgung mit Trinkwasser sorgen.

Abwasseraufbereitung hat größtes Potenzial

Substantielle Investitionen sind für die Entwicklung des kommunalen Sektors in Irland, Großbritannien, Frankreich und Belgien geplant, zusätzliches Potenzial weisen neue Märke wie Italien auf. Während das gegenwärtige Wachstumstempo sich eher zugunsten von Wasseraufbereitungsanlagen auswirkt, werden die meisten Investitionen jedoch auf dem Abwasseraufbereitungsmarkt erfolgen.

Die entscheidende Herausforderung, die der Markt für städtische Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen gegenüber steht, ist die Entwicklung von innovativen und wirksamen Konzepten. Der Wasseraufbereitungsmarkt einerseits erfordert Lösungen, welche die immer zahlreicheren Vorfälle von komplexen Kontaminierungen und die Sorgen über die öffentliche Gesundheit adressieren. Der Markt für Abwasseraufbereitung andererseits benötigt einfallsreiche Konzepte, die das Recycling fördern, die Nährstoffe reduzieren und betriebliche Ineffizienz eliminieren.

"Anlagenhersteller, die sich dieser Herausforderung stellen und fähig sind, ein kosteneffektives und sicheres Aufbereitungsverfahren zu offerieren, können einen substantiellen Vorteil erzielen", bemerkt Frederic Royan. " Nun sind innovative Lösungen wie beispielsweise Membranen-Bioreaktoren, die zur Revolution der Abwasseraufbereitung beigetragen haben, gefragt, um den Markt sicher auf Wachstumskurs zu halten."

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan allen interessierten Lesern eine kostenfreie Zusammenfassung der Analyse zum Markt für industrielle und kommunale Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen in Europa in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen können gerichtet werden an Janina Hillgrub, Corporate Communications (janina.hillgrub@frost.com).

Titel der Analysen: European Industrial Process Water and Wastewater Treatment Equipment Markets (B390) European Municipal Water and Wastewater Treatment Equipment Markets (B391)

Frost & Sullivan ist eine weltweit tätige Unternehmensberatung, die ihre Kunden bei allen strategischen Entscheidungen zur lokalen als auch globalen Ausweitung der Geschäftsaktivitäten unterstützt. Analysten und Berater erarbeiten pragmatische Lösungen, die zu überdurchschnittlichem Unternehmenswachstum verhelfen. Seit mehr als vierzig Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über ein einzigartiges Spektrum an Dienstleistungen und einen enormen Bestand an Marktinformationen. Frost & Sullivan arbeitet mit einem Netzwerk von mehr als 1000 Industrieanalysten, Beratern und Mitarbeitern und unterhält 19 Niederlassungen in allen wichtigen Regionen der Welt.

Weitere Informationen:

Janina Hillgrub
Corporate Communications
Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt am Main
Tel: 49 (69) 77 0 33 11
Fax: 49 (69) 23 45 66
E-Mail: janina.hillgrub@frost.com

Janina Hillgrub | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com
http://www.presse.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie