Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anti-Bierbauch-Kampagne: Bier kann auch sexy sein

09.03.2005


"Beautiful Beer" soll Frauen als neue Konsumenten gewinnen


Die British Beer and Pub Association (BBPA) veröffentlicht eine Studie, derzufolge Bier weit weniger dick macht als bisher angenommen, berichtet die BBC. "Die Annahme, dass Bier dick macht, ist so nicht richtig. Vielmehr hängt es mit dem Lifestyle der Biertrinker selbst zusammen", erklärt Martin Bobak, der Leiter der Studie. Dick machen zudem auch vor allem die Snacks, die während des Alkoholgenusses konsumiert werden. Die BBPA versucht sich nun mit der innovativen "Beautiful-Beer"-Kampagne neu zu positionieren und gezielt Frauen als Biertrinkerinnen zu gewinnen.

Die Studie wurde vom University College London durchgeführt und analysierte das Trinkverhalten von 2.300 Biertrinkern in Tschechien, wo Bier das beliebteste alkoholische Getränk ist. Resümee der Studie: Es besteht kaum ein Unterschied zwischen den Bäuchen von Biertrinkern und denen von Anti-Alkoholikern. Somit sei bewiesen, dass der viel zitierte Bier-Bauch ein Mythos ist, erklärte die BBPA. "So etwas wie Bier-Bäuche gibt es nicht. Schuld an der Gewichtszunahme sind die Fish und Chips, Burger und Erdnüsse, die zusätzlich zu den appetitanregenden Pints während des Abends verkonsumiert werden", stellte George Philliskirk von der BBPA fest.


Die Wissenschafter sehen es etwas differenzierter und führen den Bierbauch vor allem auf den Lifestyle und den Bildungsgrad des Trinkenden zurück. "Je höher der Grad der Bildung, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass die Person dick ist. Niedriger gebildete Menschen tendieren dazu mehr Bier zu trinken, während besser gebildete Menschen Wein bevorzugen", erklärte Bobak.

Darüber hinaus kann es sogar gut möglich sein, dass die Annahme Alkohol macht dick, komplett falsch ist. Denn bisher gibt es keine konkreten Beweise, dass der menschliche Körper Alkohol überhaupt in Fett umwandeln kann, erklärte der Experte.
Diese Feststellung ist Wasser auf die Mühlen der BBPA. Sie geben an, dass ein Glas 4,6-prozentiges Bier weniger Kalorien hat als eine vergleichbare Menge Wein, Milch oder Fruchtsaft (Bier: 41 Kal., Wein: 77 Kal., Milch: 64 Kal., Saft: 42 Kal.). Spirituosen haben gar sechs Mal so viele Kalorien wie Bier und gemixt mit Soft Drinks steigt ihr Kaloriengehalt nochmals an.

Um dem Bild des dickbäuchigen Biertrinkers ein neues, trendiges Image zu geben und der wachsenden Beliebtheit des als kultiviert geltenden Weingenusses entgegen zu wirken, hat die BBPA eine Kampagne ins Leben gerufen, die vor allem die holde Weiblichkeit als neue Zielgruppe akquirieren soll. Derzeit trinken nur 14 Prozent der Frauen in einem Pub Bier, während 36 Prozent Wein bevorzugen. Die BBPA führt dies auch auf die übliche Größe der Gläser zurück - ein Pint entspricht 0,57 l - und will nun schmalere, elegantere und vor allem kleinere 0,2 l-Gläser für Frauen einführen.

Evelyn Lengauer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.beerandpub.com
http://www.ucl.ac.uk

Weitere Berichte zu: Anti-Bierbauch-Kampagne

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik