Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Gehirn arbeitet in drei Phasen

14.12.2004


Ergebnisse helfen Demenz-Kranken




Das Gehirn durchläuft drei verschiedene Phasen um zu entscheiden ob es ein Gesicht kennt oder nicht, behaupten Wissenschaftler vom University College London. In der ersten Phase nimmt das Gehirn das Gesicht wahr. In der zweiten Phase entscheidet es, ob das Gesicht bekannt ist oder nicht, wie die BBC berichtet. Wenn es sich um ein bekanntes Gesicht handelt, ordnet das Gehirn ihm in der dritten Phase einen Namen zu. Die Forscher sind davon überzeugt, dass die Ergebnisse aus ihrer Studie Menschen mit Demenz, die die Fähigkeit Gesichter zu erkennen verloren haben, helfen werden.

... mehr zu:
»Demenz


In der Studie untersuchten die Wissenschaftler wie Probanden auf verschiedene Phasen von zusammen gesetzten Gesichtern von Prominenten reagierten. Dafür setzten sie zum Beispiel die Gesichter von Margaret Thatcher und Marilyn Monroe zusammen und schauten wie die Versuchspersonen diese Informationen verarbeiteten. Das Ergebnis zeigte, dass das Gehirn dem Gesicht immer nur eine Person zuordnet, auch wenn es wie ein Mix von zwei verschiedenen Personen aussieht. Ein Gesicht, das zu 60 Prozent aus Marilyn Monroe und zu 40 Prozent aus Margaret Thatcher besteht, wird als eine ältere Version von Marilyn Monroe angesehen. Ein Bild, das zu 40 Prozent aus Marilyn und zu 60 Prozent aus Margaret besteht, sahen die Probanden als die schönere Seite von Margaret Thatcher.

Weiter fanden die Wissenschaftler heraus, dass bei Unterbrechung nur einer der drei Schritte, wie es bei manchen Arten von Demenz der Fall ist, Menschen die Fähigkeit verlieren können, andere zu identifizieren. Wenn man also wisse wie diese Prozesse ablaufen, wäre es möglich dort zu intervenieren, wo sie unterbrochen sind. Dies könnte auch Menschen mit Gesichtsblindheit helfen. Das ist eine seltene Krankheit, bei der das Gehirn nicht in der Lage ist, Gesichter zu verarbeiten. Die Betroffenen sind dann noch nicht einmal in der Lage das Gesicht ihres Partners oder ihr eigenes im Spiegel zu erkennen.

Angela Deußen | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.ucl.ac.uk

Weitere Berichte zu: Demenz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops