Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Globale Marken strahlen nicht immer positiv

15.11.2004


Europäische Marken sind zuhause stark



Wirklich globale Marken gibt es wenige. Im alltäglichen Marken-Dschungel schaffen nur wenige Brands den weltweiten Durchbruch bei den Konsumenten. Aber auch wenn die Aufmerksamkeit der Welt auf die Marke gerichtet ist, heißt das noch lange nicht, dass sie auch in positivem Licht strahlt. Das geht aus einer vergleichenden Marken-Reputationsstudie der New Yorker Marktforscher The Reputation Institute und Harris Interactive in den USA, Europa und Australien hervor. Wie das Wall Street Journal (WSJ) heute, Montag, berichtet, schaffen es nur die beiden Unternehmen Microsoft und McDonald’s zu wahrhaft Welt umspannender Aufmerksamkeit bei den Konsumenten.



Microsoft und McDonald’s sind die einzigen Unternehmen, die es in allen Märkten auf eine Top-Platzierung (Ränge eins bis 15) bei der Aufmerksamkeit der Konsumenten schaffen. Allerdings werden gerade diese Konzerne nicht unbedingt positiv gesehen. Microsoft kann sich über eine recht gute Reputation freuen, vor allem in Fragen der finanziellen Performance, der Konzernvision und Leadership. Auch dem Marketing des IT-Riesen wird Respekt gezollt. Aber die Marktdominanz wirft einen Schatten auf das ansonsten positive Bild. McDonald’s ist das Paradebeispiel dafür, dass globale Bekanntheit nichts mit Beliebtheit zu tun hat. Der Fastfood-Konzern ist in beinahe allen Ländern am unteren Ende der Beliebtheitsskala.

In Europa zeigen die von Land zu Land schwankenden Performances bei Bekanntheit und Beliebtheit die Zersplitterung in nationale Märkte. In Deutschland und Frankreich sind 13 der 15 "meist bekannten" ("most visible") Konzerne Global Player aus dem eigenen Land, in Großbritannien elf von 15. In Frankreich führt L’Oreal das Ranking, in Deutschland der Automobilkonzern Porsche, in Großbritannien die Virgin Group und in Schweden IKEA.

Die Nummer eins in den USA ist Johnson & Johnson. Coca-Cola, oft als die US-Marke schlechthin gesehen, schafft es auch im eigenen Land nur auf Platz drei. Die Imagekrise von Disney zeichnet sich auch in der Studie ab: Der Unterhaltungsriese fällt aus den Top-10 auf Platz 16, während die japanischen Konzerne Sony und Honda Motors nun unter den Top-10 der Markennamen in den USA zu finden sind.

Strahlende Markenkonzerne wie Nike, IBM und Ford Motors haben es nur in den USA auf Top-Platzierungen gebracht. Markennamen wie BP, Levi Strauss oder Nestle sind in keinem Land unter den Top-15 zu finden. Das zeigt jedoch weniger deren schlechte Performance als globale Marken, sondern eher, dass es eine Vielzahl von Marken gibt, die weltweit um die Aufmerksamkeit der Konsumenten kämpfen. Den Sprung zur globalen Marke, die auch weltweit zum Konsumenten durchdringt, schaffen offenbar nur wenige. Die jährliche Reputation Quotient Study wurde vom Reputation Institute und Harris Interactive zum sechsten Mal durchgeführt.

Erwin Schotzger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.reputationinstitute.com
http://www.harrisinteractive.com

Weitere Berichte zu: Performance Top-10 Top-Platzierung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie