Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Blutgefäßbildung entscheidend beim Tissue Engineering

07.05.2004


Neue Technologien in Tissue Engineering und regenerativer Medizin



Rasante Fortschritte in den Bereichen Tissue Engineering und regenerative Therapien erleichtern das Design und Wachstum neuer Organe in Labors unter Einsatz von Biopolymer-Gerüsten und -Matrixstrukturen. Bevor solche Implantate jedoch als Standardbehandlungsmethoden akzeptiert werden, müssen zunächst grundlegende Probleme wie beispielsweise das der Blutgefäßbildung gelöst werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse von Technical Insights, einem Unternehmensbereich der Unternehmensberatung Frost & Sullivan.



„Wenn einem Patienten zur Behandlung großer Knochendefekte oder komplexer Organschäden eine Matrix oder ein Gerüst mit Zellen implantiert wird, lässt sich nur schwer garantieren, dass das eingepflanzte Gewebe ausreichend vaskulären Zugang hat“, erläutert Katherine Austin, Analystin bei Technical Insights (http://technicalinsights.frost.com). „Durch Zufuhr von Nährstoffen und Sauerstoff kann das Gewebe am Leben gehalten werden. Ist es einmal beim Patienten implantiert, muss das Gewebe optimal durch Kapillaren versorgt werden. Reicht die Perfusion nicht aus, sterben die Zellen ab.“

Aktive Forschung zur Entwicklung von Blutgefäßen

Derzeit wird erheblicher Forschungsaufwand betrieben, um Blutgefäße für die direkte Transplantation zu entwickeln. Eine weitere Methode, die momentan getestet wird, ist das dreidimensionale Drucken oder 3D-Printing. Ein virtuelles dreidimensionales Modell wird im Computer zunächst in zweidimensionale Scheiben geschnitten, die dann maschinell erzeugt werden. Durch die Kombination dieser Schichten entsteht dann das reale 3D-Modell. Den verschiedenen Schichten werden die Einzelbestandteile von Blutgefäßen zugrunde gelegt, und sobald die richtigen Wachstumsfaktoren und -zellen zugefügt werden, beginnen die Gewebestrukturen mit der Bildung ihrer eigenen Kapillaren.

Bei Ärzten herrscht Skepsis vor, ...

Neben dem physiologischen Aspekt der Blutgefäßbildung gibt es noch einen weiteren Faktor, der die Akzeptanz innovativer Tissue-Engineering-Technologien als Praxisstandard erheblich verzögert: die weit verbreitete Skepsis in der Ärzteschaft. „Chirurgen sind häufig Traditionalisten“, erläutert Austin. „Mit ihrer Ablehnung können sie die Einführung einer neuen Behandlungsmethode zum Scheitern bringen. In der Tat haben das mangelnde Vertrauen auf Chirurgenseite und ein schlechtes Marketing bereits diverse Produkte bekannter Unternehmen aus dem Markt gedrängt.“

... und Investoren halten sich zurück

Solche Misserfolge verursachen wachsende Zurückhaltung bei den Investoren, die sowieso erst noch abwarten, ob die neuen Technologien den allgemeinen Erwartungen gerecht werden. „Um das Misstrauen zu überwinden und die Marktakzeptanz zu fördern, sollten die Anbieter ihre Zielgruppen sorgfältig analysieren und ihre Marketingstrategien sorgfältig planen“, rät Austin. „Dazu gehört beispielsweise, Chirurgen ausführlich über die Vorteile der Produkte zu informieren.“

Viele Produkte befinden sich in der Endphase klinischer Studien

Insgesamt, so stellt Technical Insights abschließend fest, bergen die neuen Technologien ein immenses Potenzial, und eine optimistische Prognose scheint durchaus gerechtfertigt. Zwar sind derzeit nur ein paar wenige Umsatz generierende Produkte auf dem Markt, doch befinden sich viele Produkte momentan in der Endphase ihrer klinischen Studien. Diese könnten nach ihrer Zulassung das Marktwachstum stimulieren und die bestehenden Standards im Gesundheitswesen revolutionieren.

Die Analyse mit dem Titel „Neue Technologien in Tissue Engineering und regenerativer Medizin” ist Teil des Subskriptionsservices für die vertikale Healthcare/Biotech-Branche. Vorgestellt werden darin interessante und zukunftsträchtige Entwicklungen in den Bereichen Tissue Engineering und regenerative Medizin. Darüber hinaus liefert die Analyse breit gefächerte Informationen über die Reparatur von Organschäden, Organtransplantate und Stammzellen-Engineering. Zu den untersuchten Sektoren zählen u.a. Knochen- und Knorpelregeneration, Rückenmark- und Herztherapien sowie Wund- und Verbrennungsheilung.

Auf Anfrage übersendet Frost & Sullivan eine kostenfreie Zusammenfassung der Analyse zu neuen Technologien in Tissue Engineering und regenerativer Medizin in englischer Sprache per E-Mail. Anfragen können gerichtet werden an Katja Feick (katja.feick@frost.com). n

Titel der Analyse:
Emerging Technologies in Tissue Engineering and Regenerative Medicine
(Report D263)
Preis der Analyse: EUR 3.699,--

Frost & Sullivan ist ein weltweit führender Anbieter internationaler strategischer Marktforschung und Unternehmensberatung mit Hauptsitz in Kalifornien.

Im Unternehmensbereich Technical Insights werden ständig aktuelle Research-Reports zu neuen und traditionellen Technologien veröffentlicht.

Ständig aktualisierte und ausschließlich von dem Expertenteam von Technical Insights verfasste Nachrichten finden sich im Internet unter www.technicalinsights.frost.com.

Weitere Informationen:

Katja Feick
Corporate Communications

Frost & Sullivan
Clemensstrasse 9
60487 Frankfurt/Main
Tel.: 069-77033-12
Fax: 069-234566
Katja.feick@frost.com

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.presse.frost.com
http://technicalinsights.frost.com

Weitere Berichte zu: Blutgefäßbildung Engineering Insight Technical Tissue

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Weltweit erste Therapiemöglichkeit für Kinderdemenz CLN2 entwickelt
25.04.2018 | Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

nachricht Tabakrauchen verkalkt Arterien stärker als reiner Cannabis-Konsum
11.04.2018 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Im Focus: Moleküle brillant beleuchtet

Physiker des Labors für Attosekundenphysik, der Ludwig-Maximilians-Universität und des Max-Planck-Instituts für Quantenoptik haben eine leistungsstarke Lichtquelle entwickelt, die ultrakurze Pulse über einen Großteil des mittleren Infrarot-Wellenlängenbereichs generiert. Die Wissenschaftler versprechen sich von dieser Technologie eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem im Bereich der Krebsfrüherkennung.

Moleküle sind die Grundelemente des Lebens. Auch wir Menschen bestehen aus ihnen. Sie steuern unseren Biorhythmus, zeigen aber auch an, wenn dieser erkrankt...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

Fraunhofer eröffnet Community zur Entwicklung von Anwendungen und Technologien für die Industrie 4.0

23.04.2018 | Veranstaltungen

Mars Sample Return – Wann kommen die ersten Gesteinsproben vom Roten Planeten?

23.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Impfstoff-Kandidat gegen Malaria erfolgreich in erster klinischer Studie untersucht

25.04.2018 | Biowissenschaften Chemie

Erkheimer Ökohaus-Pionier eröffnet neues Musterhaus „Heimat 4.0“

25.04.2018 | Architektur Bauwesen

Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

25.04.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics