Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Endkundenanalyse im westeuropäischen Markt für integrierte LAN/WAN-Dienste

20.04.2004


LAN/WAN-Dienstanbieter erschließen Neuland

... mehr zu:
»Dienstanbieter »LAN »LAN/WAN-Dienst »SLA »WAN

Ein Computernetz zu managen, das sich über verschiedene Filialen erstreckt, wird im Zeitalter der Globalisierung immer komplexer und aufwendiger, weil dazu die Leistungen verschiedener Anbieter - für das WAN (wide area network), das LAN (local area network) und die Anwendungen auf den PCs - koordiniert werden müssen. Daher besteht ein dringender Bedarf für integrierte LAN/WAN-Dienste, die hier eine Vereinfachung bringen können.

Allerdings lassen erste Angebote integrierter LAN/WAN-Dienste erkennen, dass die Dienstleister völlig unzureichend über die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden informiert sind. Bei den Dienstleistern bestehen auch Unsicherheiten über das Wertangebot, das gemacht werden soll, und die Art und Weise, wie sie an Implementierungsfragen wie Preisgestaltung und SLAs (service level agreements) herangehen sollen. Selbst der Bekanntheitsgrad der Technologien bei den Kunden sowie ihre Entscheidungsfindungs- und Einkaufsprozesse sind den Marktteilnehmern unklar. Solche Unsicherheiten zwingen zu einer eher vorsichtigen Herangehensweise.


Vor diesem Hintergrund hat es sich die jüngste Anwenderanalyse der Unternehmensberatung Frost & Sullivan zum westeuropäischen Markt für integrierte LAN/WAN-Dienste zur Aufgabe gemacht herauszufinden, wie die Unternehmen integrierte LAN/WAN-Dienste beurteilen, inwieweit sie sich das Auslagern ihrer LAN/WAN-Aktivitäten vorstellen können und wie viel Kontrolle sie tatsächlich an einen Dienstanbieter abgeben würden.

Gefragt wurde auch nach den wichtigsten Kriterien, nach denen potenzielle Kunden einen Dienstanbieter beurteilen, sowie nach ihren Anforderungen an Preisstrukturen und SLAs, zwei der kritischen Punkte, die die Kaufentscheidungen beeinflussen.

Trend zum Outsourcing bei WANs - LANs werden lieber selbst gemanagt

Die Markttrends in verschiedenen Segmenten zeigen, dass sich die Unternehmen zunehmend mit dem Gedanken anfreunden, ihre WANs auszulagern oder zumindest gemanagte Dienste (managed services) für WANs in Anspruch zu nehmen. Beim LAN allerdings bevorzugen es die meisten mittelständischen Unternehmen, ihre eigenen Netzsysteme zu installieren und zu managen.

"Wie bei allen neuen Dienstleistungen ist es auch im Markt für integrierte LAN/WAN-Dienste erforderlich, dass die Anbieter einerseits die Vorteile ihres Angebots für die Kunden herausstellen und sich andererseits zugleich den wichtigsten Problemen der Kunden widmen", sagt Niamh Spillane, Branchenanalyst bei Frost & Sullivan. "Für die meisten Unternehmen stehen dabei die Anschaffungs- und Betriebskosten an erster Stelle, weshalb sie die unmittelbare Aufmerksamkeit der Dienstanbieter verdienen."

"Nützlich bei der Gewinnung neuer Kunden könnte auch die Information über günstige Nebeneffekte sein wie etwa die Tatsache, nur einen Ansprechpartner zu haben, die Verfügbarkeit von langfristiger Unterstützung und die Entwicklung eines einheitlichen SLAs", fügt Spillane hinzu.

Enge Zusammenarbeit mit dem Kunden erforderlich

Integrierte LAN/WAN-Dienste erfordern ein hohes Maß an kundenspezifischer Anpassung, wodurch sie den Charakter projektbasierter Geschäfte annehmen. Das wiederum gibt den Dienstanbietern die Möglichkeit, ihren Umsatz zu steigern, indem sie Kunden an sich binden. Das Interesse an der Steigerung des durchschnittlichen Umsatzes pro Nutzer hat viele Dienstanbieter motiviert, eine Komplettlösung zu entwickeln, mit der sie die gesamten Netz-, IT- und TK-Anforderungen ihrer Kunden abdecken können.

Vertrauen auf Kundenseite muss erarbeitet werden

Zunächst müssen die Dienstanbieter allerdings Initiativen starten, um die zahlreichen Bedenken der Kunden auszuräumen. Dazu zählen mangelndes Vertrauen in die Angebote, Zweifel an der tatsächlichen Investitionsrentabilität, Befürchtungen wegen Netzausfällen und Sorge um die weitere Nutzbarkeit vorhandener Installationen. Daneben müssen sie die Zurückhaltung der Kunden überwinden, die Kontrolle durch die eigene IT-Abteilung aufzugeben. Berücksichtigt man die in der TK-Branche herrschende Flaute, die mangelnde Veränderungsbereitschaft von Unternehmen und die Schwierigkeit, den Ersatz vorhandener Systeme und Ausrüstungen zu rechtfertigen, ist das eine anspruchsvolle Aufgabe.

"Verständlicherweise stellen integrierte LAN/WAN-Dienste einen jungen Markt voller Unsicherheiten dar, die kaum zu beseitigen sein werden, solange die Kunden nicht über die Vorteile integrierter Lösungen informiert sind und sich dadurch die Markteinführung beschleunigt", räumt Spillane ein. "Jeder Dienstanbieter, der an diesem Markt teilhaben will, muss deshalb in der Lage sein, negative Einstellungen von Kunden zu überwinden und sie zu überzeugen, dass er ein lohnendes Angebot zu machen hat."

Die Ergebnisse der Analyse zeigen auch, dass eine Implementierung erst nach ausführlichen Überlegungen zu entscheidenden Aspekten wie Preisgestaltung und SLAs stattfinden dürfte. Das wiederum könnte den Entscheidungsprozess um mindestens ein Jahr verlängern.

Preis ist entscheidendes Kriterium

Vor allem aber hat die Analyse gezeigt, dass der Preis das wichtigste Kriterium für die Auswahl eines Dienstanbieters darstellt, dicht gefolgt von seinem Image und der Fähigkeit, SLAs zu erfüllen.

Zur Steigerung der Marktakzeptanz sind nach Ansicht der Befragten absolut transparente Preisstrukturen ohne versteckte Kosten erforderlich. Hinsichtlich der SLAs nannten sie Verfügbarkeit, Bandbreite, kurze Ansprechzeit, minimale Ausfallzeiten, Strafen bzw. Kompensationen für Ausfallzeiten, Meldedienste, Support an sieben Tagen rund um die Uhr, festgelegte Wartungszeiten und Dienstgüte (QoS) als wichtigste Kriterien.

Verbesserte Marketingstrategien gefragt

Interessanterweise hatten auch viele Kunden keine Kenntnis von den Fähigkeiten der Dienstanbieter und dem Spektrum der Dienste, das von ihnen angeboten werden kann. Das verlangt geradezu nach einer direkten Marketingstrategie, die vorrangig darauf ausgerichtet ist, die Kunden zu informieren, die Bekanntheit der Anbieter auf dem Markt zu erhöhen und dabei ein überzeugendes Wertangebot von integrierten LAN/WAN-Lösungen mit einem besonderen Schwerpunkt auf finanzieller Stabilität zu entwickeln.

Um das zu erreichen, müssten die Marktteilnehmer Fallstudien mit klaren Aussagen zur Investitionsrentabilität entwickeln, Kundenbetreuer in Beratung und Verkauf schulen und regelmäßig Präsentationen und Web-Seminare abhalten. Solche Schritten sollten die Bedenken der Kunden zerstreuen helfen und integrierte LAN/WAN-Dienste allmählich zu einem Mainstream-Markt werden lassen.

Titel der Analyse: Integrated LAN/WAN End User Study (Report B263), Preis der Analyse: Euro 5.000,--

Stefan Gerhardt | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.it.frost.com
http://www.presse.frost.com

Weitere Berichte zu: Dienstanbieter LAN LAN/WAN-Dienst SLA WAN

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie