Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen 2002

28.03.2003


Die aktuelle Studie "Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen", die die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) im Auftrag des BMWA erstellt hat, hat die weltweiten Reserven und Ressourcen von Energierohstoffen zum Jahreswechsel 2001/2002 und die Verfügbarkeiten nach Energieträgern und Regionen sowie deren Perspektiven unter technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen analysiert.


Nach Einschätzung der BGR ist die Versorgung mit Energierohstoffen mittelfristig gewährleistet. Beim konventionellen Erdöl wird allerdings nach Erreichen des so genannten "depletion mid-points", also des Zeitpunkts, bei dem die Hälfte des weltweit gewinnbaren Öls gefördert sein wird, in 10 bis 20 Jahren ein Rückgang der jährlichen Fördermenge erwartet. Bei einem zur Zeit noch stetig wachsenden Erdölverbrauch weltweit könnten sich dadurch Anpassungsreaktionen ergeben. Die weltweite Rohölversorgung wird sich dann zunehmend nicht nur auf die Ausnutzung konventioneller, sondern auch nicht-konventioneller Ressourcen (Ölsand, Schwer- und Schwerstöl) stützen, die durch technischen Fortschritt und Preissteigerungen wirtschaftlich erschlossen werden können. Die theoretische Kennziffer der statischen Reichweite (heute bekannte Reserven geteilt durch heutigen Jahresverbrauch) der konventionellen Ölreserven wird mit 43 Jahren und unter Einbeziehung der konventionellen Ressourcen mit 67 Jahren angegeben. Diese Werte haben sich allerdings seit Ende der achtziger Jahre nicht wesentlich verändert; offenbar waren der technische Fortschritt bei der Förderung und die Suche nach neuen Lagerstätten so erfolgreich, dass Produktion und Reserven im Gleichgewicht gehalten wurden.

Neben der Verfügbarkeit ist die ungleiche regionale Verteilung von Energierohstoffen und deren Verbrauch ein wichtiger Aspekt der Studie. So wird die Importabhängigkeit der großen Verbraucherländer Europas und Nordamerikas von den Rohstoffproduzenten, insbesondere des Nahen Ostens und Russlands, weiter zunehmen.


Bundeswirtschafts- und -arbeitsminister Wolfgang Clement: "Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigen unsere Einschätzung, dass die geologischen Vorräte mittelfristig keine Versorgungsengpässe bei den Energierohstoffen erwarten lassen. Allerdings kann niemand in der aktuellen politischen Situation verlässlich die Einflüsse der Irak-Krise auf die kurzfristige Preis- und Versorgungssituation beim Erdöl absehen. Generell zeigen die zunehmende Konzentration der Lieferquellen und die Endlichkeit aller fossilen Energievorräte, dass unsere energiepolitische Ausrichtung auf Energieeinsparung, Förderung alternativer Energieformen und einen ausgewogenen Energiemix vernünftig ist."

Die Studie ist ab sofort online verfügbar unter http://www.bmwa.bund.de. Sie können sie außerdem bestellen beim

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA)
Referat -Kommunikation, Internet -
Postfach 30 02 65; 53182 Bonn
Telefon:01888/615-4171
Bestellfax: 0228/42 23 - 462

| BMWi NEWSLETTER <postmaster@bmwi
Weitere Informationen:
http://www.bmwa.bund.de

Weitere Berichte zu: Energierohstoff Erdöl Reserve Ressource

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

WHZ erhält hochmodernen Prüfkomplex für Schraubenverbindungen

23.05.2017 | Maschinenbau

«Schwangere» Stubenfliegenmännchen zeigen Evolution der Geschlechtsbestimmung

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Tumult im trägen Elektronen-Dasein

23.05.2017 | Physik Astronomie