Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

SevenOne Media veröffentlicht Ergebnisse von "TimeBudget"

29.11.2002


Langzeitstudie: Deutsche verbringen immer mehr Zeit mit Medien.


SevenOne Media veröffentlicht heute die aktuellen Ergebnisse der Mediennutzungsstudie ’TimeBudget’. Als Langzeituntersuchung hat ’TimeBudget’ die Aufgabe, kontinuierlich zu beobachten, welchen Veränderungen das Medienverhalten der Bundesbürger, insbesondere im Hinblick auf die Etablierung des Internets, unterliegt. Seit 1999 befragt das Forschungsinstitut forsa im Auftrag von SevenOne Media jährlich eine repräsentative Zahl von Deutschen (seit 1999 insgesamt 4072 Personen) im Alter zwischen 14 und 49 Jahren zu relevanten Aspekten ihres Mediennutzungsverhaltens. Die Ergebnisse der sechsten Welle sind jetzt verfügbar. Erforscht wurde unter anderem, welche Funktionen die einzelnen Mediengattungen für die Bundesbürger haben, welche Themen sie in welchen Medien suchen und welche Medien ihnen wichtig oder weniger wichtig sind. ’TimeBudget’ ist die einzige Langzeit-Studie in Deutschland, die das Mediennutzungsverhalten der Bundesbürger kontinuierlich erhebt und Daten regelmäßig zur Verfügung stellt.

Mediennutzung: Zuwachs um anderthalb Stunden seit 1999 Die Bundesbürger verbringen immer mehr Zeit mit Medien. Insgesamt wendet jeder Deutsche zwischen 14 und 49 Jahren täglich acht Stunden für Medien auf. Das bedeutet, dass die Deutschen sich heute anderthalb Stunden länger mit Medien beschäftigen als 1999. Von diesen acht Stunden entfällt der Löwenanteil auf das Fernsehen (160 Minuten, 2001: 153 min) und das Begleitmedium Radio (174 Minuten, 2001: 169 min). Das Internet wird im Durchschnitt 41 Minuten pro Tag genutzt und hat Tageszeitungen (23 Minuten, 2001: 24 min), Zeitschriften (16 Minuten, 2001: 15 min) und Bücher (35 Minuten, 2001: 32 min) in der Nutzungsdauer nun deutlich hinter sich gelassen.


Der Zuwachs um anderthalb Stunden seit 1999 geht zum einen auf das Konto von Fernsehen (plus 14 min) und Radio (plus 29 min) und ist zum anderen dem Internet zuzuschreiben, das 32 Minuten gewonnen hat. Das bedeutet auch, dass die Internet-Nutzung nicht zu Lasten von anderen Medien geht.

Reichweite: TV und Radio mit fast 100 Prozent führend Fernsehen und Radio sind die Medien mit der höchsten Reichweite. 97 Prozent aller Bundesbürger zwischen 14 und 49 Jahren sind über das Fernsehen zu erreichen, bei den 14- bis 29-Jährigen sind es 98 Prozent. Das Radio erreicht mit 96 Prozent ähnliche Werte. Betrachtet man die Entwicklung der vergangenen Jahre, so haben die Printmedien an Reichweite verloren. Während 1999 noch 95 Prozent angaben, wenigstens selten eine Zeitung zu lesen, sind es heute nur noch 93 Prozent. Der große Gewinner ist das Internet. Die Zahl der Surfer in Deutschland hat sich verdreifacht: 1999 waren 8,2 Millionen Menschen zwischen 14 und 49 Jahren "drin", heute sind es 24,5 Millionen. Nach wie vor überwiegt mit 71 Prozent der männliche Anteil bei den täglichen Internet-Nutzern.

Fernsehen und Internet auf der Beliebtheitsskala vorn Neben der Nutzungsdauer und der Reichweite geht ,TimeBudget’ der Frage nach, welches Medium den Deutschen am wichtigsten ist. Fazit: Das Fernsehen steht bei der Beliebtheit der Deutschen nach wie vor an erster Stelle. Die Frage nach dem totalen Verzicht auf ein Medium fällt ebenso deutlich zu Gunsten von TV aus, wobei das Fernsehen diese Position gegenüber dem Vorjahr deutlich ausbauen konnte: 46 Prozent der Deutschen zwischen 14 und 49 Jahren wollen nicht auf das Fernsehen verzichten (Vorjahr: 41%). Das Internet liegt mit 19 Prozent bereits an zweiter Stelle (Vorjahr: 17%) und verweist das Radio mit 16 Prozent (Vorjahr 20%) auf den dritten Rang. Zeitungen und Bücher bezeichnen jeweils neun Prozent als das Medium, das sie am wenigsten entbehren möchten (Vorjahr: je 10%), Zeitschriften spielen mit einem Prozent nahezu keine Rolle.

TV führend bei Nachrichten, Dokus, Unterhaltung und Sport

Bei der Frage, welche Themen den Bundesbürgern in den verschiedenen Medien wichtig sind, stellte sich heraus, dass für Nachrichten, Dokumentationen, Unterhaltung und Sport das Fernsehen das Medium der ersten Wahl ist. Bei Verkehrsinformationen und bei Musik schalten die Deutschen zuerst das Radio ein. Die Kernkompetenzen der Tageszeitungen liegen in den Bereichen Wirtschaftsinformationen sowie lokalen und regionalen Nachrichten. Bei Reisen hat dieses Jahr erstmals das Internet die erste Position erobert und somit die Zeitschriften aus diesem Segment verdrängt.

Daniel Haberfeld, Leiter Forschung bei SevenOne Media: "Wir sind selbst erstaunt, welche eklatanten Nutzungs-Veränderungen unsere Studie in einem so kurzen Zeitraum zeigt. Die Ergebnisse bestätigen einerseits die Konzeption unserer Untersuchung, und geben andererseits wertvolle Hinweise auf künftige Entwicklungen."

Katja Pichler | sevenonemedia.de
Weitere Informationen:
http://www.sevenonemedia.de

Weitere Berichte zu: Bundesbürger Mediennutzungsverhalten Nutzungsdauer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie