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Optimale Versorgung und Spitzenmedizin im Ruhrgebiet

27.11.2002


Studie der Universität Witten/Herdecke bestätigt gute medizinische Versorgung.


Das Ruhrgebiet steht im Ruf, eines der dichtesten medizinischen Versorgungsnetze im nationalen und internationalen Vergleich zu haben: Zu Recht, sagt jetzt eine aktuelle Bestandsaufnahme der Universität Witten/Herdecke. "Mit 133 Kliniken und fast 51.000 Betten ist der Raum zwischen Wesel und Hamm Spitze in Europa, was die Patientenversorgung angeht. Und in der Forschung brauchen wir uns auch vor niemandem zu verstecken", sagt Prof. Dr. Dr. Christian Köck, Gesundheitsökonom und Dekan der Fakultät an der Uni in Witten. Er ist, gemeinsam mit Christine Kuch Autor der Studie, die für den Initiativkreis Ruhrgebiet erstellt wurde.

Weitere Ergebnisse:


  • 71 bio-medizinische Unternehmen entwickeln ihre Produkte im Ruhrgebiet (Essen 14, Kreis RE 10, EN 9, BO 9, DO 7)

  • 3 Universitäten mit medizinischen Fakultäten (Essen, Bochum, Witten /Herdecke) und 2 Universitäten mit technisch kooperierenden Bereichen (Duisburg und Dortmund) sorgen für eine aktuelle Forschungsanbindung und Rückkoppelung der medizinischen Versorgungspraxis mit neuen und innovativen Entwicklungen sowie der Verbreitung unter den Ärzten

  • Sonderforschungsbereiche der Deutschen Forschungsgesellschaft, Ergebnisse in Rankings und der Wissenschaftsrat bescheinigen der Forschung Spitzenplätze

"So eine dichte Patientenversorgung findet man auch nicht in Metropolen wie London oder New York", beurteilt Köck die Situation der Medizin im Ruhrgebiet. Doch es gibt auch Probleme: So ist z.B. die Kooperation der verschiedenen Bereiche Niedergelassener Arzt - Krankenhaus - Universitäre Versorgung verglichen mit anderen Regionen noch nicht flächendeckend in allen Fachdisziplinen und Versorgungsbereichen eng genug vernetzt.

Das Ruhrgebiet habe weiterhin - sowohl auf Patienten als auch auf Ärzteseite - ein unterentwickeltes städteübergreifendes Bewusstsein. Für viele sei das nächste Stadtteilkrankenhaus anscheinend immer auch gleich das beste, unabhängig davon wie speziell oder schwer die zu behandelnde Krankheit sei. Hier müssten weitere Informationssysteme oder auch das Internet Abhilfe schaffen, so Köck weiter.

Die Studie wird am 4. 12.2002, 17.00 Uhr auf der PK "Spitzenmedizin im Ruhrgebiet" im Micro-Elektronikpark Duisburg, Bismarckstr. 142, vorgestellt. Weitere Redner dort: Prof. Dr. Klaus Gretschmann, Generaldirektor des Rates der EU, Dr. Dieter Heuskel, stv. Moderator des IR und Geschäftsführer der Boston Consulting Group Deutschland.

Informationen bei
Prof. Dr. Dr. Christian Köck
Telefon: 02302-926793

Christiane Bensch | idw

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