Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bereits jedes dritte Großunternehmen kauft Informationen über seine Kunden hinzu

12.09.2002


Studie der KU vergleicht Angebote von Dienstleistern und untersucht den Status quo in der Praxis

In den vergangenen Jahren haben mehr und mehr Unternehmen erkannt, dass ein entscheidender Erfolgsfaktor in der Kundenorientierung liegt. Sie möchten enge Beziehungen zu ihren Kunden aufbauen, um diese langfristig an sich zu binden. Dies erfordert jedoch, den Kunden gezielt und individuell anzusprechen. Die Grundlage hierfür bilden die in der Kundendatenbank abgespeicherten Informationen. Genau hier liegt aber das Problem vieler Unternehmen: ihre Datenbanken sind veraltet und lückenhaft. Abhilfe schaffen so genannte Marketing Information Provider.

Doch was genau verbirgt sich hinter diesem Begriff? Zu den Marketing Information Providern zählen solche Anbieter, die nach bestimmten Merkmalen selektierte Adressen von potenziellen Kunden liefern können und die darüber hinaus in der Lage sind, die Kundendatensätze ihrer Auftraggeber mit neuen Merkmalen anzureichern. „Viele Unternehmen sind erstaunt, wie breit das Spektrum an Daten ist, die sie über ihre Kunden hinzukaufen können“ so Prof. Dr. Klaus D. Wilde von der Katholischen Universität Eichstätt- Ingolstadt. So können beispielsweise gezielt Daten über den Lebensstil, die Wohnverhältnisse, die Preisorientierung oder die Postkaufneigung eines Kunden erworben werden. Mit solchen Informationen lässt sich nun das Verhalten und die Bedürfnisse des einzelnen Kunden bei weitem besser erklären als dies durch den alleinigen Einsatz der typischen Merkmale (Demografie und Kaufhistorie) zu erreichen wäre. Diese neuen Möglichkeiten bilden die Voraussetzung dafür, den richtigen Kunden zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Medium das richtige Angebot zu unterbreiten.

Um den Status quo in der Praxis zu erheben, wurden die Marketingabteilungen der 500 größten Unternehmen Deutschlands befragt. Bereits ein Drittel der befragten Unternehmen reichern ihre Kundendatenbank mit den externen Daten der Marketing Information Provider an. Mehr als die Hälfte dieser Anwender hat im Anschluss an die Datenanreicherung Adressen von potenziellen Neukunden hinzugekauft oder angemietet. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: die meisten Unternehmen, die eine Datenanreicherung durchgeführt haben, konnten bei Direktmarketingaktionen eine zum Teil erheblich höhere Responsequote im Vergleich zu früheren Aktionen erzielt.

Zusätzlich vergleicht die Studie die 15 größten Marketing Information Provider und kann somit Unternehmen bei der Auswahl eines geeigneten Anbieters als Leitfaden dienen. Anhand von 150 Informationskategorien wird das Leistungsspektrum der Anbieter untersucht, so dass auf einen Blick erkennbar wird, welcher Anbieter wie viele Adressen aus wie vielen Ländern anbietet, welche zusätzlichen Dienstleistungen wahrgenommen werden können oder bei welchem Anbieter die Qualität der eigenen Datenbank geprüft werden kann.

Darüber hinaus vermitteln 11 Fachbeiträge zu Themengebieten rund um das „Marketing Information Providing“ wie z. B. Mikromarketing, Kundentypologien und Datenschutz dem Leser ein breites und aktuelles Basiswissen zur Anreicherung von Kundendatenbanken. Ein Glossar sowie eine Auflistung weiterführender Literatur und Links runden die Studie ab.

Die Studie „Marketing Information Provider – Professionelle Qualifizierung Ihrer Kundendatenbank“ ist in Zusammenarbeit mit der „absatzwirtschaft“ erschienen und über www.crm-competence.com erhältlich. Dort finden sich auch ergänzende Informationen zu dieser und weiteren Studien sowie eine Leseprobe.

Johanna Karch | Presseinformation

Weitere Berichte zu: Großunternehmen Kundendatenbank Provider

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wiederverwendung von IT- und Kommunikationsgeräten schont Klima und Ressourcen
23.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Klimawandel verstärkt Selenmangel
21.02.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie