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Neue DIW-Studie: durch staatliche Förderung 16.000 Arbeitsplätze im Elektronikbereich entstanden

02.08.2002


Bundesforschungsministerin Bulmahn: "Investitionen in den neuen Ländern haben sichtlich positive Auswirkungen"

Nach einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, DIW, in Berlin sind durch staatliche Förderung im Bereich der Halbleiterfertigung 16.000 hochwertige Arbeitsplätze in Deutschland entstanden, 11.000 davon allein in der Region Dresden. In einer modellhaften Gegenüberstellung der Einnahme- und Ausgabeströme von 1994 bis zum Jahr 2010 wird abgeschätzt, dass den staatlichen Förderausgaben in Höhe von circa 1,2 Milliarden Euro öffentliche Einnahmen von fast sechs Milliarden Euro gegenüberstehen.

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn erklärte dazu: "Die Investitionen in den neuen Ländern haben sichtlich positive Auswirkungen! Diese Entwicklung wollen wir auch in Zukunft vorantreiben. Wir werden weiterhin kräftig Mittel in neuste Forschungen und wirtschaftlich vielversprechende Entwicklungen in Ostdeutschland einsetzen und so die Arbeitsplätze der Zukunft schaffen. Im Haushalt des BMBF stehen dafür jährlich rund 1,8 Milliarden Euro zur Verfügung". Allein die Halbleiterfertigung in Sachsen ist nach Angaben Bulmahns seit dem Regierungswechsel 1998 mit 95 Millionen Euro an Fördermitteln des BMBF unterstützt worden.

Wie aus der DIW-Studie hervorgeht, wurde der Erfolg in Dresden durch weitsichtige Unternehmensentscheidungen, Investitionsbeihilfen des Bundes und des Landes Sachsen sowie das integrative 300 mm Waferprojekt des BMBF ermöglicht. An diesem Projekt waren neben den Konzernen Infineon, Motorola und Wacker circa 50 mittelständische Unternehmen und Institute aus sieben Bundesländern beteiligt.

Die Studie zeigt in zahlreichen Tabellen, Übersichten und Abbildungen detailliert auf, dass weit gespannte und sehr produktive Technologienetzwerke entstanden sind. Im Technologiebereich umfasst das Spektrum zum Beispiel die "nanoglatten" 300 mm-Wafer, innovative Lithographieverfahren und Maskentechnologien sowie modernste Design-tools, mit denen sich stromsparende Chips höchster Funktionalität herstellen lassen. Im Juni fand in Dresden die Grundsteinlegung für ein Maskenhaus der Weltkonzerne AMD, Infineon, DuPont Inc. statt. Im Ausbildungsbereich hat die Technologieumgebung ein entsprechendes Netzwerk an Ausbildungsgängen im Hoch- und Fachhochschulbereich entstehen lassen.

Bundesforschungsministerin Bulmahn betonte: "Insgesamt ist diese Entwicklung im Bereich Elektronik für den Aufbau Ost ein sichtbarer Leuchtturm, der Bedeutung für ganz Deutschland hat und in Zukunft noch für weitere positive Nachrichten gut sein dürfte. Die Stärkung von Bildung und Forschung in Ostdeutschland steht auch künftig ganz oben auf der politischen Tagesordnung".

Pressereferat (LS 13) | BMBF-Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de
http://www.iid.de/informationen/hl_dresden/diw-untersuchung.pdf

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