Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Genfehler und Katzen erhöhen Ekzem-Risiko

24.06.2008
Kontakt mit Hunden aber unproblematisch

Der frühe Kontakt mit Katzenallergenen kann Ekzeme auslösen, wenn ein Mensch über ein fehlerhaftes Gen verfügt. Wissenschaftler der University of Dundee haben nachgewiesen, dass eine mutierte Form des Gens FLG das Risiko, an einem Ekzem zu erkranken, bei Kindern im ersten Lebensjahr verdoppelt. Der Kontakt mit Katzen vervierfachte das Risiko. Die Studie, an der 892 Babys aus Großbritannien und Dänemark teilnahmen, wurde in der Public Library of Science veröffentlicht. Der britische Dermatologe Michael Cork argumentierte laut BBC jedoch, dass Katzen das Risiko sogar verringern könnten.

Die aktuelle Studie wies nach, dass der Kontakt mit Hunden keinen Einfluss auf das Ekzem-Risiko hatte. Die Ursachen für das Entstehen von Ekzemen sind bis heute noch nicht vollständig erforscht. Es ist jedoch bekannt, dass Chemikalien, die allergische Reaktionen auslösen können, ein Wiederaufflammen auszulösen scheinen. Die Wissenschaft geht davon aus, dass eine Wechselwirkung zwischen diesen Chemikalien und den Genen eines Menschen der Ausgangspunkt für die Entstehung sein dürften. Die Forscher untersuchten die Rolle von FLG, einem Gen, das eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der Schutzfunktion der Haut spielen soll.

Manche Varianten des Gens beeinträchtigen diese Funktion. Fehlerhafte Gene allein erklären jedoch nicht, warum ein Ekzem entsteht. Manche Menschen scheinen sie in sich zu tragen und trotzdem nie zu erkranken. Konkret untersucht wurde die Verbindung zwischen Umweltfaktoren und das Entstehen der Krankheit bei Kindern. In Kooperation mit den Universitäten von Manchester und Kopenhagen wurde bei Babys untersucht, welchen Unterschied der Kontakt mit Katzen, Hunden und den Allergenen der Hausstaubmilben bei jenen Kindern macht, die FLG-Varianten haben.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.dundee.ac.uk
http://medicine.plosjournals.org/perlserv/?request=index-html&issn=1549-1676

Weitere Berichte zu: Ekzem Ekzem-Risiko Gen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften