Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Geldautomat beliebteste technische Alltagsneuerung

24.06.2002


Deutscher Studienpreis legt dritten Teil seiner Allensbach-Umfrage zum Thema Tempo vor

Die große Mehrheit der Deutschen findet konkrete technische Neuerungen wie Bankautomat und Mikrowelle nützlich. Zugleich äußert jedoch nahezu jeder Zweite die allgemeine Kritik: "Mit dem technischen Fortschritt geht es mir zu schnell." Dies ist das widersprüchliche Ergebnis einer repräsentativen Meinungsumfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach für den Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung durchgeführt hat.

Die Akzeptanz technischer Neuerungen im Alltag ist bei den Deutschen hoch. Gefragt wurde, welche Errungenschaften als persönlich nützlich gewertet werden. An der Spitze der Beliebtheitskala steht der Bankautomat. Mehr als zwei Drittel der Deutschen (72 Prozent) sagen, "den kann ich gut gebrauchen." An zweiter Stelle, von 59 Prozent genannt, folgt die Mikrowelle. Von ihrer Nützlichkeit sind weniger Männer (55 Prozent) als Frauen (62 Prozent) überzeugt. Das Handy ist in den Augen von 58 Prozent der Deutschen ein Gewinn. Auch der Computer ist für die Mehrzahl (56 Prozent) nützlich. Das Internet findet dagegen nur bei einer Minderheit (46 Prozent) Anklang. Diese Zahl ist allerdings nur geringfügig kleiner als die Zahl der Erwachsenen, die über einen Internetanschluss verfügt. Skeptiker unter den Nutzern sind also rar.

Bemerkenswert ist die zwiespältige Haltung der Bevölkerung zum technischen Fortschritt insgesamt. 42 Prozent geht es dabei "zu schnell". 41 Prozent halten das Tempo für "genau richtig". Entschieden ist die Haltung, wenn es um ein heikles Thema wie die Beschleunigung des Tier- und Pflanzenwachstums durch die Gentechnik geht. Weniger als ein Zehntel befürwortet dies, "um auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben" oder "für preiswerte Lebensmittel zu sorgen". Lediglich zur Vermeidung von Hungersnöten hält eine starke Minderheit von 45 Prozent den Einsatz der Gentechnik für gerechtfertigt.

Die Umfrage soll Studierenden Impulse geben, sich mit Forschungsar-beiten an der Ausschreibung des Deutschen Studienpreises zum Thema "Tempo! - Die beschleunigte Welt" zu beteiligen. Die Körber-Stiftung erhofft sich davon neue Antworten - etwa auf die Frage, wie nützlich ein schnellerer technischer Fortschritt für Gesellschaft und Individuum ist.

In den vergangenen Wochen wurden Umfrage-Ergebnisse zum Bereich Bildung und zum Thema Stress vorgestellt. Das Allensbach-Institut befragte für den Deutschen Studienpreis 2098 Bundesbürger ab 16 in ganz Deutschland. Der Deutsche Studienpreis ist ein Forschungswettbewerb für Studierende aller Fächer. Tabellen zur Umfrage und Infos zum Wettbewerb unter www.studienpreis.de und Telefon 040/72 50-3057.

Der Deutsche Studienpreis ist ein Forschungswettbewerb für Studierende aller Fachrichtungen und Hochschulen im In- und Ausland. Er wird von der Körber-Stiftung alle zwei Jahre mit einem neuen Thema von aktueller gesellschaftlicher Bedeutung ausgeschrieben.

Kuratorium
Prof. Dr. Dr. h.c. Jutta Limbach (Vorsitzende)
Dr. Wolf Schmidt (Stellv. Vorsitzender)
Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Altner
Prof. Dr. Ludwig W. Huber
Prof. Dr. Hermann-Anders Korte
Dr. Gabriele Krone-Schmalz
Prof. Dr. Klaus Landfried
Prof. Dr. Jürgen Mittelstraß
Prof. Dr. Benno Parthier
Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth
Dr. Annette Schavan
Dr. h.c. Horst Teltschik
Prof. Dr. Johanna Wanka

Geschäftsführer
Dr. Lothar Dittmer

Die Körber-Stiftung

Die private und gemeinnützige Körber-Stiftung engagiert sich seit vier Jahrzehnten im Bereich der internationalen Verständigung, sie fördert die historisch-politische Kultur sowie Wissenschaft und Forschung. Als operative Stiftung initiiert und finanziert sie ihre vielfältigen Aktivitäten selbst. In ihren Projekten will sich die Hamburger Stiftung mit aufkommenden Problemen auseinander setzen und insbesondere Menschen fördern, die an einer aktiven Gestaltung unserer Gesellschaft mitwirken wollen.

Eva Weikert | ots
Weitere Informationen:
http://www.studienpreis.de

Weitere Berichte zu: Bankautomat Forschungswettbewerb Geldautomat Studienpreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung der Industrieproduktion auf Jobs und Umweltschutz?
16.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie