Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Green IT" - ein Anfang ist gemacht

05.03.2008
Greenpeace-Studie vergleicht Umweltverträglichkeit von Elektronik-Produkten

"Green IT" ist heute schon möglich. Die Hersteller müssen vorhandene Innovationen aber konsequenter nutzen.

So lautet das Fazit der Studie "Searching for Green Electronics", die Greenpeace heute auf der CeBIT präsentiert. Im Fokus der Studie steht, in wie weit Hersteller bereits auf gefährliche Chemikalien verzichten. Auch die Energieeffizienz und Wiederverwertbarkeit der Geräte ist Teil der Untersuchung.

Der Laptop Sony Vaio TZ11, das Mobiltelefon Sony Ericsson T650i und der PDA P1i von Sony Ericsson schneiden am besten ab. Dennoch: Selbst die besten der insgesamt 37 Produkte erfüllen nur gut die Hälfte der von Greenpeace angelegten Kriterien.

"Ein wirklich grünes Produkt können uns die Hersteller noch nicht präsentieren", sagt Ulrike Kallee, Chemieexpertin von Greenpeace, "Aber es gibt vielversprechende Ansätze. Die IT-Branche ist auf dem richtigen Weg." So sind in den Geräten von Sony und Sony Ericsson weniger Schwermetalle, bromierte Flammschutzmittel und PVC als bei der Konkurrenz. Dell setzt dagegen auf Energieeffizienz. Dagegen schneidet Toshiba beim Ersatz von Umweltgiften vergleichsweise schlecht ab.

Für die Studie forderte Greenpeace im vergangenen Jahr Unternehmen auf, die Daten von maximal drei Geräten (Laptop, Desktop PC, Mobiltelefon, PDA) einzureichen. 14 Unternehmen sind dem nachgekommen, so dass insgesamt 37 Produkte bewertet werden konnten.

Insbesondere im Hinblick auf "grünes Design" lassen viele Produkte noch zu wünschen übrig. Nach wie vor produzieren viele Hersteller potenzielle Einwegprodukte, bei denen der Akku teurer ist als ein neues Gerät. Deshalb wächst der Technik-Müllberg schneller als der jeder anderen Branche: Nach Schätzungen der Vereinten Nationen entstehen jährlich bis zu 50 Millionen Tonnen Elektroschrott. Ein Großteil wird nicht recycelt oder wiederverwertet. "Green-IT ist mehr als nur sparsame Geräte. Die Hersteller müssen sich den gesamten Lebensweg ihrer Produkte vornehmen: vom Abbau der Rohstoffe über die Produktion bis hin zur Wiederverwertung der Altgeräte." so Ulrike Kallee.

Greenpeace setzt sich bereits seit 2005 für umweltfreundliche Elektronik ein. Zahlreiche Hersteller haben seitdem ihre Umweltrichtlinien geändert. So hat Apple im vergangenen Jahr, als Reaktion auf die Greenpeace-Kampagne "Green my Apple" angekündigt, auf PVC und bromierte Flammschutzmittel zu verzichten. Dell hat Greenpeace zugesichert in Zukunft ausgediente Geräte zurückzunehmen.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Ulrike Kallee, Tel. 0151
- 180 533 87, oder an Pressesprecher Fabian Sösemann, Tel. 0174 - 924
53 28. Die Greenpeace-Studie "Searching for Green Electronics" finden Sie unter www.greenpeace.org/electronics-survey, den Ratgeber "Guide to Greener Electronics" unter www.greenpeace.org/rankingguide.

Ulrike Kallee | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.greenpeace.de
http://www.greenpeace.org/rankingguide
http://www.greenpeace.org/electronics-survey

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik