Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Alkohol soll bei Gehirnverletzungen helfen

22.09.2009
Patienten mit kleiner Menge Ethanol im Blut überleben eher

Alkohol könnte in Zukunft Patienten mit Gehirnverletzungen verabreicht werden.

Die Idee ist durch eine Studie des Cedars-Sinai Medical Center entstanden, für die die Daten von 38.000 Menschen mit Kopfverletzungen analysiert wurden. Es zeigte sich, dass jene, die Alkohol im Blut hatten, eher überlebten.

Auf 100 Patienten, die bei ihrem Tod absolut nüchtern waren, entfielen nur 88, die Ethanol im Blut hatten. Diese Ergebnisse eröffnen laut dem leitenden Wissenschaftler Ali Salim die verblüffende Möglichkeit, dass Ethanol den Behandlungserfolg verbessern könnte. Details der Studie wurden in den Archives of Surgery veröffentlicht.

Salim hofft, dass bald klinische Tests durchgeführt werden können. Zuvor, erklärte er gegenüber NewScientist, gelte es jedoch, mehr Informationen zu sammeln. "Wir müssen besser verstehen, wie dieser Mechanismus genau funktioniert, wie groß die richtige Dosis sein muss und auch den genauen Zeitpunkt der Behandlung herausfinden." Mehrere frühere Studien hätten ähnlich positive Auswirkungen nachgewiesen - andere wiederum nicht. Experimente mit Tieren legen nahe, dass geringe Mengen Alkohol das Gehirn vor Verletzungen schützen könnten. Große Mengen sollen das Sterberisiko jedoch erhöhen.

Genauer erforscht werden muss auch, wie der Alkohol das Gehirn schützt. Salim meint, dass die Dämpfung der Adrenalinmenge, die das Gehirn erreicht, entscheidend sein könnte. Dadurch könnte das Ausmaß der Entzündung verringert werden. Der Wissenschaftler betont jedoch auch, dass Alkohol für die Hälfte der Verletzungen verantwortlich ist. Alkohol sei und bleibe schlecht, da er bei mehr als 40 Prozent der Verkehrstoten eine Rolle gespielt habe. Die Studie ergab auch, dass Trinker größere Komplikationen und schwerere Verletzungen erlitten.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cedars-sinai.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Was für IT-Manager jetzt wichtig ist

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

30 Baufritz-Läufer beim 25. Erkheimer Nikolaus-Straßenlauf

14.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungsnachrichten