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Krebs in Europa: Zahl der Todesfälle sinkt

09.02.2011
Sieben Prozent Rückgang bei Männern und sechs Prozent bei Frauen

Zwei Wissenschaftler haben vorhergesagt, dass die Zahl durch Krebs verursachten Todesfälle in Europa in diesem Jahr sinken soll. Carlo La Vecchia von der Universita degli Studi di Milano und Fabio Levi von der Universite de Lausanne gehen davon aus, dass die Sterbezahlen im Vergleich mit 2007 bei Männern um sieben Prozent und bei Frauen um sechs Prozent sinken werden.

Ausgehend von Daten der Weltgesundheitsorganisation schätzen die Wissenschaftler, dass 2011 fast 1,3 Mio. Menschen an Krebs sterben werden. Die Rückgänge bei Magen-, Darm-, Brust-, Gebärmutter-, Prostatakrebs und die Krebserkrankungen der Lunge bei Männern sollten anhalten. Details der Studie wurden in den Annals of Oncology veröffentlicht.

Krebsdaten in der EU

Die Zahl der Lungenkrebserkrankungen bei Frauen wird jedoch in allen europäischen Ländern außer Großbritannien ansteigen. La Vecchia und Levi analysierten die Krebsdaten in der EU und in den folgenden sechs Ländern: Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und Großbritannien.

Der rückläufige Trend ist vor allem auf einen Rückgang der Todesfälle durch Brustkrebs bei Frauen sowie von Lungen- und kolorektalem Krebs bei Männern zurückzuführen. In der gesamten EU sind die Sterbefälle bei Lungenkrebs bei Frauen allerdings von 12,55 auf 13,12 pro 100.000 Menschen gestiegen. Der 2004 beobachtete Besorgnis erregende Anstieg der Anzahl der Frauen, die an Bauchspeicheldrüsenkrebs sterben, scheint sich jedoch einzupendeln.

Langzeiterkrankung

Mike Hobday von Macmillan Cancer Support http://www.macmillan.org.uk begrüßte die positiven Studienergebnisse warnte jedoch gleichzeitig laut BBC, dass die Zahl der krebskranken Briten jährlich um drei Prozent ansteigt. Derzeit ist bei zwei Mio. Briten Krebs diagnostiziert. Diese Zahl wird sich bis 2030 auf vier Mio. erhöhen. "Der Krebs verändert sich. Für viele ist er heute eine Langzeiterkrankung und es ist wichtig zu verstehen, dass Menschen nicht mehr rasch an Krebs sterben oder geheilt sind."

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://www.who.int
http://annonc.oxfordjournals.org

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