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Importpreise September 2008: + 7,6% gegenüber September 2007

24.10.2008
Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im September 2008 um 7,6% über dem Vorjahresstand. Im August und im Juli 2008 hatte die Jahresveränderungsrate jeweils + 9,3% betragen. Gegenüber August 2008 sank der Einfuhrpreisindex um 1,0%.

Besonders hoch war im September 2008 die Jahresteuerungsrate für die Einfuhr von Energieträgern (+ 35,9%). Gegenüber August 2008 war jedoch ein Preisrückgang von 4,4% zu verzeichnen (nach - 4,2% im Vormonat), der auf die gesunkenen Preise beim Import von Rohöl und Mineralölerzeugnissen zurückzuführen ist. Die Preise für Rohöl stiegen im Vorjahresvergleich um 28,5%, sanken aber gegenüber dem Vormonat um 9,2% (nach - 6,4% im August gegenüber Juli 2008).

Mineralölerzeugnisse verteuerten sich gegenüber September 2008 um 26,6%, gegenüber dem Vormonat war ein Preisrückgang von 5,8% zu beobachten. Steinkohle trug mit einem Plus von 93,0% gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zum Preisanstieg im Energiesektor bei. Sie verteuerte sich auch gegenüber dem Vormonat (+ 9,6%), zum sechsten Mal in Folge. Bei Erdgas betrug der Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr 61,6%. Im Vergleich zu August 2008 wurde es um 3,9% teurer importiert. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im September 2008 um 4,7% über dem Stand von September 2007 (gegenüber August 2008: + 0,4%).

Eisenerze waren gegenüber September 2007 um 63,9% teurer. Im Vormonatsvergleich stiegen die Preise um 6,1%. Auch Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat (+ 15,9%), gegenüber August 2008 verbilligten sie sich dagegen um 2,0%.

Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug sanken im Vergleich zum Vorjahr um 11,5% (Vormonatsvergleich: - 3,7%). Preisrückgänge gegenüber September 2007 waren insbesondere bei Nickel in Rohform zu verzeichnen (- 39,7%). Gegenüber dem Vormonat kostete es 1,7% weniger. Rohkupfer und Aluminium in Rohform wurden im Vorjahresvergleich ebenfalls billiger (Rohkupfer: - 11,9%,

Rohaluminium: - 4,2%). Auch gegenüber August 2008 sanken hier die Preise (Rohkupfer: - 4,9%, Rohaluminium: - 1,4%). Blei, Zink und Zinn in Rohform waren gegenüber dem Vorjahr billiger (- 34,1%), gegenüber August 2008 verteuerten sie sich jedoch um 0,6%.

Im Nahrungsmittelsektor waren im September 2008 gegenüber September 2007 Preissteigerungen insbesondere bei der Einfuhr von Rohkakao (+ 24,4%), Zitrusfrüchten (+ 20,5%) und Rohkaffee (+ 5,5%) zu beobachten.

Im Vormonatsvergleich dagegen gingen die Preise zurück (Rohkakao: - 3,0%, Zitrusfrüchte: - 1,2%, Rohkaffee: - 1,0%). Rindfleisch wurde im Vergleich zu September 2007 um 15,0% teurer importiert (Vormonatsvergleich: - 1,0%), Schweinefleisch um 14,8% (Vormonatsvergleich: - 1,0%) und Geflügelfleisch um 5,3% (Vormonatsvergleich: - 0,5%).

Dagegen fielen die Getreidepreise gegenüber September 2007 um 14,3%. Gegenüber dem Vormonat verbilligte sich der Import von Getreide um 7,2%. Die Preise für Milch und Milcherzeugnisse gingen gegenüber dem Vorjahr (- 5,7%) und Vormonat (- 1,4%) ebenfalls zurück. Die starken Rückgänge im Vorjahresvergleich sind zum Teil einem Basiseffekt geschuldet: Im September 2007 kostete Getreide 3,0% mehr als im August 2007, die Preise für Milch und Milcherzeugnisse waren im gleichen Zeitraum um 6,7% gestiegen.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im September 2008 um 2,8% höher als im Vorjahr. Im August und im Juli 2008 hatten die Jahresteuerungsraten 2,9% und 3,3% betragen. Gegenüber August 2008 sank der Ausfuhrpreisindex geringfügig (- 0,1%).

Eine methodische Kurzbeschreibung sowie weitere Daten und Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Marion Knauer,
Telefon: (0611) 75-2302,
E-Mail: aussenhandelspreise@destatis.de

Marion Knauer | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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