Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hohes Defizit in den Kernhaushalten des Bundes und der Länder in 2009

09.03.2010
Aufgrund steigender Ausgaben bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen verzeichneten die Kernhaushalte von Bund und Ländern 2009 – in Abgrenzung der Finanzstatistik – ein beträchtliches kassenmäßiges Finanzierungsdefizit. Dies teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen der Kassenstatistik (1. – 4. Quartal 2009) mit.

Im Kernhaushalt des Bundes stieg das Finanzierungsdefizit im Jahr 2009 auf 37,2 Milliarden Euro, das sind 25,4 Milliarden Euro mehr als 2008.

Zu berücksichtigen ist hierbei, dass sich die mit der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise einhergehenden Belastungen des Bundes überwiegend in dessen Extrahaushalten (Finanzmarktstabilisierungsfonds sowie Investitions- und Tilgungsfonds) niederschlagen, deren Daten erst gegen Ende März dieses Jahres vorliegen.

Die Ausgaben im Kernhaushalt des Bundes stiegen 2009 auf 319,8 Milliarden Euro. Dem Ausgabenzuwachs um 5,0% im Vergleich zu 2008 stand ein Rückgang der Einnahmen um 3,5% auf 282,6 Milliarden Euro gegenüber, welcher überwiegend aus den stark rückläufigen Einnahmen bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer resultierte.

Die Kernhaushalte der Länder wiesen 2009 ein Finanzierungsdefizit in Höhe von 25,8 Milliarden Euro auf, während 2008 noch ein leichter Finanzierungsüberschuss von 0,6 Milliarden Euro erreicht wurde. Die Ausgaben in den Kernhaushalten der Länder summierten sich im 1. bis 4. Quartal 2009 auf 285,6 Milliarden Euro. Maßgeblich wurde der Ausgabenanstieg um 4,3% durch die Kapitalzuführung des Freistaates Bayern an die Bayerische Landesbank bestimmt. Hauptgrund für den Rückgang der Einnahmen der Länder um 5,4% auf 259,7 Milliarden Euro waren die stark rückläufigen Steuereinnahmen der Länder, insbesondere bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer.

In den westdeutschen Flächenländern erhöhte sich das Finanzierungsdefizit gegenüber 2008 von 1,8 Milliarden Euro auf 22,1 Milliarden Euro. Für die Kernhaushalte der ostdeutschen Flächenländer errechnete sich für 2009 ein geringes Finanzierungsdefizit von 0,4 Milliarden Euro, nachdem 2008 noch ein Finanzierungsüberschuss von 2,1 Milliarden Euro erzielt wurde. Die Kernhaushalte der Stadtstaaten verzeichneten 2009 ein Finanzierungsdefizit von 3,4 Milliarden Euro nach einem geringen Finanzierungsüberschuss von 0,3 Milliarden Euro im Jahr 2008.

Zu beachten ist, dass sich die Angaben ausschließlich auf die Kernhaushalte von Bund und Ländern beziehen. Daten über die öffentlichen Haushalte insgesamt einschließlich der Extrahaushalte werden Ende März dieses Jahres vorliegen und veröffentlicht.
Weitere Auskünfte gibt:
Carsten Steitz,
Telefon: +49 611 75 4123,
E-Mail: staatliche-haushalte@destatis.de

Carsten Steitz | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

Fighting drug resistant tuberculosis – InfectoGnostics meets MYCO-NET² partners in Peru

28.04.2017 | Event News

Expert meeting “Health Business Connect” will connect international medical technology companies

20.04.2017 | Event News

Wenn der Computer das Gehirn austrickst

18.04.2017 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie