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Teilzeitbeschäftigte verdienen pro Stunde weniger als Vollzeitkräfte

19.07.2007
Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst Teilzeitbeschäftigter im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich lag im ersten Vierteljahr 2007 mit 13,92 Euro deutlich unter dem der Vollzeitbeschäftigten mit 18,67 Euro.

Dies zeigen erste, vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes aus der neuen vierteljährlichen Verdiensterhebung. Der deutliche Unterschied kann im Wesentlichen auf zwei Ursachen zurückgeführt werden: Zum einen sind teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer seltener in den gut bezahlten Führungspositionen und im Fachkräftebereich tätig als Vollzeitbeschäftigte. Zum anderen arbeiten Teilzeitbeschäftigte überwiegend in Dienstleistungsbereichen, die vergleichsweise niedrige Verdienste zahlen.

Im Monatsdurchschnitt verdienten die Vollzeitbeschäftigten brutto
3.148 Euro bei einer bezahlten Wochenarbeitszeit von durchschnittlich
38,8 Stunden. Dabei lag der Verdienst der Vollzeitbeschäftigten im Produzierenden Gewerbe mit 3.220 Euro um 132 Euro oder 4% höher als im Dienstleistungsbereich (3.088 Euro) und dies obwohl die durchschnittlich bezahlte wöchentliche Arbeitszeit im Dienstleistungsbereich mit 39,0 Stunden etwas höher war als im Produzierenden Gewerbe (38,6).
Teilzeitbeschäftigte erhielten im Durchschnitt über alle erfassten Wirtschaftsbereiche 1.447 Euro im Monat für 23,9 Stunden pro Woche.

Im Produzierenden Gewerbe verdienten sie 1.547 Euro und im Dienstleistungsbereich 1.431 Euro, also 116 Euro oder gut 7% weniger, bei gleicher durchschnittlicher Wochenarbeitszeit.

Die neue vierteljährliche Verdiensterhebung wurde erstmals für das erste Quartal 2007 durchgeführt. Sie ersetzt die frühere Laufende Verdiensterhebung und die Bruttojahresverdiensterhebung. Die vierteljährliche Verdiensterhebung erfragt bei Betrieben im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich (ohne öffentliche Verwaltung und ohne Beamte) die Verdienste und Arbeitszeiten der voll- und teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer. Einbezogen sind auch Sonderzahlungen, wie Leistungsprämien und Weihnachtsgeld.

Da die Erhebung erstmals durchgeführt wurde, haben die Daten für das erste Vierteljahr 2007 noch vorläufigen Charakter. Endgültige, detaillierte Ergebnisse für das erste Quartal werden deshalb zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt. Verdienstdaten für das zweite Quartal liegen voraussichtlich Ende Oktober 2007 vor.

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Kuhn,
Telefon: (0611) 75-2696,
E-Mail: verdienste@destatis.de

Michael Kuhn | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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