Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

2006 flogen zweieinhalbmal so viel Passagiere wie 1990 ins Ausland

27.06.2007
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, reisten 2006 mit 65,7 Millionen Fluggästen rund 41,4 Millionen mehr Passagiere von deutschen Flughäfen ins Ausland als 1990 (24,2 Millionen). Gegenüber 1990 stieg damit das Fluggastaufkommen ins Ausland um das gut Zweieinhalbfache. Zu diesem Wachstum trugen vor allem die im europäischen Ausland liegenden Zielstaaten sowie Asien bei. Nur Asien und Europa konnten dabei ihre Anteile am gesamten Fluggast-Aufkommen aus Deutschland erhöhen.

Nach Asien flogen 2006 mit 5,7 Millionen Reisenden dreimal soviel Passagiere wie im Jahr 1990; Asien erhöhte damit seinen Anteil am gesamten Auslandsaufkommen von 7,1% im Jahr 1990 auf 8,7%. Das starke Wachstum für Asien geht vor allem auf die Entwicklung für die Zielstaaten China, die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Katar zurück. Nach China und in die Vereinigten Arabischen Emirate (jeweils 0,7 Millionen in 2006) erhöhte sich die Fluggastzahl um das 16- beziehungsweise 17-fache und nach Katar (0,2 Millionen) sogar um das 64-fache.

Europa weist eine ähnliche Entwicklung wie Asien auf: Annähernd dreimal so viel Passagiere reisten 2006 von Deutschland mit dem Flugzeug in das europäische Ausland verglichen mit 1990; das waren im Jahr 2006 mehr als drei Viertel aller Passagiere (77,5% oder 50,9 Millionen) mit Auslandsziel. 1990 lag dieser Anteil noch bei 73,7%. Die Zuwächse für Europa sind zum Großteil auf den Flugbetrieb neuer Flugplätze zurückzuführen, deren Angebot schwerpunktmäßig den Low-Cost-Bereich umfasst.

Zu diesen Flughäfen gehören unter anderem Hahn, Dortmund, Paderborn/Lippstadt, Friedrichshafen, Karlsruhe/Baden-Baden und Lübeck. Sie bedienen nahezu ausnahmslos europäische Ziele. 2006 reisten von diesen Flugplätzen insgesamt 4,0 Millionen Passagiere ins europäische Ausland (+ 11,3% gegenüber 2005). Ohne dieses überwiegend durch "Billig-Flieger" erbrachte Aufkommen hätte sich das Wachstum der Fluggäste in das europäische Ausland von 10,0% gegenüber 2005 auf 5,9% nahezu halbiert.

... mehr zu:
»Fluggast »Passagier

Nach Amerika flogen nahezu doppelt so viele Reisende wie vor 16 Jahren (6,3 Millionen; + 87,9%). Afrika hatten mehr als doppelt so viele Fluggäste wie 1990 zum Ziel (2,7 Millionen; + 115,7%). Der Anteil der Fluggäste mit Flugziel auf dem amerikanischen Kontinent verringerte sich von 13,8% (1990) auf 9,6% (2006). Im Jahr 2006 flogen nach Afrika 4,1% aller Passagiere; 1990 hatte dieser Anteil noch bei 5,2% gelegen.

Basis der Luftfahrtstatistik sind derzeit 25 große Flughäfen (Auswahlkriterium: Mindestaufkommen von 150.000 Passagieren pro Jahr). Im Vergleichsjahr 1990 meldeten nur zwölf Flughäfen zur monatlichen Luftfahrtstatistik; Flughäfen der neuen Bundesländer waren noch nicht integriert. Die ausgewiesenen Werte für 1990 beziehen sich auf diese zwölf Flugplätze. Im Jahr 2006 flogen von den ausgewählten Flughäfen der neuen Bundesländer 3,7 Millionen Passagiere ins Ausland, womit hier ein Anteil am gesamten Auslandsaufkommen von 5,6% erreicht wurde.

Weitere Auskünfte gibt:
Lothar Fiege,
Telefon: (0611) 75-2391,
E-Mail: luftverkehr@destatis.de

Lothar Fiege | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Fluggast Passagier

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise