Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

3,2 Millionen Erwerbstätige suchen neue oder zusätzliche Arbeit

27.04.2007
Wie das Statistische Bundesamt zum Tag der Arbeit am 1. Mai mitteilt, suchten im März 2007 3,23 Millionen Erwerbstätige aktiv eine neue oder zusätzliche Arbeit.

Bezogen auf alle Erwerbstätigen in Deutschland war das etwa jeder Zwölfte. Die Zahl der arbeitsuchenden Erwerbstätigen ist somit seit März 2005 um 360.000 gestiegen. Demgegenüber ist im Rahmen der konjunkturellen Belebung die Zahl der Erwerbslosen, also Personen ohne Beschäftigung, die aktiv eine Arbeit suchen und für die Aufnahme einer Tätigkeit zur Verfügung stehen, immer weiter zurückgegangen.

Im März 2007 lag sie bei 3,03 Millionen und damit niedriger als die Zahl derjenigen, die aus einer Beschäftigung heraus Arbeit suchen. Zwei Jahre zuvor, im März 2005, hatte die Zahl der Erwerbslosen noch bei 4,01 Millionen gelegen. Dies sind Ergebnisse der monatlich durchgeführten ILO- Telefonerhebung zur Erwerbsbeteiligung in Deutschland.

Die Arbeitsuche von Erwerbstätigen kann mehrere Gründe haben:
Personen können beabsichtigen, ihre Arbeitsstunden zu erhöhen, zum Beispiel weil sie nicht über eine Vollzeitstelle verfügen, und Erwerbstätige mit geringem Lohn können den Wunsch haben, ihre Einkommenssituation zu verbessern. Ebenso kann ein instabiles Beschäftigungsverhältnis (zum Beispiel Zeitvertrag) Grund für die Suche nach einer Anstellung mit längerfristiger Perspektive sein. In Zeiten einer verbesserten Lage am Arbeitsmarkt ist damit zu rechnen, dass solche Motive eher zu einer konkreten Suche führen. Zudem kann auch der absehbare Verlust des Arbeitsplatzes Grund für die Suche sein.

In der ILO-Telefonerhebung werden die arbeitsuchenden Erwerbstätigen nach dem Motiv ihrer Suche gefragt. Im März 2007 wollten zwei Drittel (66%) mit einer neuen Arbeit ihre Beschäftigungssituation verbessern, also bessere Arbeitsbedingungen, mehr Gehalt oder mehr Arbeitsstunden erreichen. Rund 17% suchten eine zusätzliche Beschäftigung und ebenfalls für 17% war zum Zeitpunkt der Befragung absehbar, dass ihr Beschäftigungsverhältnis endet. Das Ziel, die eigene Beschäftigungssituation zu verbessern, hat in den letzten zwei Jahren an Bedeutung gewonnen. Im März 2005 wollten noch 60% der Arbeitssuchenden Erwerbstätigen ihre Berufssituation verbessern, wohingegen 21% auf Grund des drohenden Arbeitsplatzverlustes auf der Suche waren.

Die hier vorgestellten Ergebnisse folgen dem Konzept der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), das auf Grund feststehender Definitionen und seiner Unabhängigkeit von arbeitsmarktrechtlichen Regelungen für Zeitvergleiche besonders gut geeignet ist. Erwerbstätig im Sinne der ILO-Definition ist jede Person im erwerbsfähigen Alter von über 15 Jahren, die in einem einwöchigen Berichtszeitraum mindestens eine Stunde lang gegen Entgelt oder als Selbständiger oder mithelfender Familienangehöriger gearbeitet hat. Nach diesem Konzept erhobene Arbeitsmarktdaten für Deutschland werden monatlich im Rahmen der ILO-Arbeitsmarktstatistik des Statistischen Bundesamtes veröffentlicht.

Weitere Auskünfte gibt:
Christian Wingerter,
Telefon: (0611) 75-3496,
Email: arbeitsmarkt@destatis.de

Christian Wingerter | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften