Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pro Streckenabschnitt des Schienennetzes fährt alle 17 Minuten ein Zug

26.04.2007
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, fuhr auf den 2.876 Streckenabschnitten des deutschen Schienennetzes im Jahr 2005 im Durchschnitt alle 17 Minuten ein Personen- oder Güterzug.

Das zeigt eine neue Erhebung zur Auslastung des Schienennetzes. Dabei wurde das insgesamt 38.200 Kilometer lange Schienennetz in Abschnitte unterteilt, deren Länge (Luftlinie) zwischen 20 Metern (um große Knotenpunkte) und 68 Kilometern (zwischen Fulda und Kassel- Wilhelmshöhe) variiert und die mehrere parallele Gleise umfassen können. Durchschnittlich fahren auf diesen Streckenabschnitten 30.800 Züge im Jahr, daraus errechnet sich die oben aufgeführte Fahrfrequenz von fast vier Zügen pro Stunde und Streckenabschnitt.

Das deutsche Schienennetz wird in erster Linie vom Personenverkehr genutzt. Insgesamt fuhren 89 Millionen Züge im Jahr 2005 auf den einzelnen Netzabschnitten, 69 Millionen davon waren Personenzüge (in Ballungsräumen vor allem S-Bahnen). Am häufigsten durchfuhren Züge dabei Bereiche im Umfeld von Eisenbahnknotenpunkten. Ganz vorn lagen die Verbindungen München Hauptbahnhof - München Pasing, München Hauptbahnhof - München Ost, auf denen alle zwei Minuten ein Personenzug verkehrte (324.000 Zugbewegungen im Jahr 2005).

Insgesamt wurden 2.707 Netzabschnitte im Personenverkehr genutzt.
Davon wurden 389 Abschnitte mindestens alle sechs Minuten von einem Zug passiert (mehr als 50.000 Fahrten im Jahr), weitere 840 Strecken wiesen zwei bis sechs Züge pro Stunde (20.000 bis unter 50.000 Fahrten) auf und 628 Netzabschnitte kamen auf ein bis zwei Züge pro Stunde (zwischen 10.000 und unter 20.000 Fahrten im Jahr).

Der Güterverkehr frequentierte das deutsche Schienennetz mit insgesamt 18 Millionen Fahrten auf den Netzabschnitten. Besonders hoch war hierbei die Fahrhäufigkeit um Köln (zum Teil alle sieben Minuten ein Zug) sowie im Großraum Hannover (alle neun Minuten).

Güterverkehr gab es auf insgesamt 2.554 Netzabschnitten. Davon wurden 18 Trassenbereiche von Zügen mindestens alle sechs Minuten passiert (mehr als 50.000 Fahrten im Jahr), weitere 289 Abschnitte verzeichneten zwei bis sechs Züge pro Stunde (20.000 bis unter 50.000 Fahrten) und 328 Streckenteile wurden circa ein- bis zweimal pro Stunde (10.000 bis unter 20.000 Güterzugbewegungen im Jahr 2005) passiert.

Sonstige Züge (zum Beispiel Mischverkehre, Dienstzüge) durchfuhren Netzabschnitte insgesamt eine Million Mal.

Drei Deutschlandkarten enthalten tiefer gegliederte Informationen zur Netzfrequentierung jeweils nach Personen-, Güter- und Gesamtverkehr. Diese Karten finden Sie unter der Internetadresse http:/www.destatis.de/basis/d/verk/schienennetz.php.

Weitere Auskünfte gibt:
Kristina Walter,
Telefon: (0611) 75-2661,
E-Mail: eisenbahnverkehr@destatis.de

Kristina Walter | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de/basis/d/verk/schienennetz.php

Weitere Berichte zu: Netzabschnitt Schienennetz Streckenabschnitt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE