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Leichter Rückgang bei der Verwendung von klimawirksamen Stoffen

31.01.2007
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, haben deutsche Unternehmen im Jahr 2005 bei ihrer Produktionstätigkeit 7 160 Tonnen klimawirksame Stoffe verwendet. Dies entspricht einer Reduzierung um 2,6% im Vergleich zum Jahr 2004.

Unter anderem haben die Unternehmen in circa 80% der Fälle (5 727 Tonnen) die klimawirksamen Stoffe als Kältemittel für Kühl-, Gefrier- und Klimaanlagen, zu rund 8% (538 Tonnen) als Treibmittel in Spraydosen und zu circa 11% (769 Tonnen) zur Herstellung von Kunst- und Schaumstoffen eingesetzt.

Vor allem bei der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen wurden klimawirksame Stoffe (3 134 Tonnen) verwendet, gefolgt vom Maschinenbau (1 420 Tonnen) und der Chemischen Industrie (993 Tonnen).

Klimawirksame Stoffe fördern bei Freisetzung in die Atmosphäre den Treibhauseffekt. Im Unterschied zu ebenfalls den Treibhauseffekt fördernden Gasen wie Kohlenstoffdioxid (CO2) gelten als klimawirksame Stoffe ausschließlich Fluorderivate der aliphatischen und cyclischen Kohlenwasserstoffe (FKW, H-FKW), die Unternehmen bei der Produktion verwenden. 75% der als Kältemittel genutzten Stoffe entfielen auf den teilhalogenierten Fluorkohlenwasserstoff R 134a. Dieser wird insbesondere in Fahrzeugklimaanlagen sowie in der Haushalt-Kälte-Geräteindustrie eingesetzt und dient als Ersatzkältemittel für den besonders ozonschichtschädigenden und in Deutschland verbotenen Stoff R 12 (FCKW).

Der potenzielle Einfluss auf die Erderwärmung (GWP-Wert) der klimawirksamen Stoffe, der bei deren Freisetzung eintritt, lag im Jahr 2005 mit 11,4 Millionen GWP gewichteten Tonnen unter dem Niveau vom Vorjahr (12,3 Millionen GWP gewichteten Tonnen). Der GWP-Wert gibt einen Vergleich, um wie viel stärker oder schwächer eine bestimmte Menge Treibhausgas im Verhältnis zur gleichen Menge CO2 zum Treibhauseffekt beiträgt.

Weitere Auskünfte gibt:

Zweigstelle Bonn, Hannelore Scherff, Telefon: (01888) 644-8211, E-Mail: luft@destatis.de

Hannelore Scherff | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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