Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erwerbstätigkeit steigt im 3. Quartal 2006 um 0,9%

16.11.2006
Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hatten im dritten Quartal 2006 39,3 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Dies entspricht einem Anstieg um 0,9% (+ 336 000 Personen) gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Im zweiten Quartal 2006 hatte der Zuwachs noch 0,6% betragen. Damit hat sich der im Frühjahr diesen Jahres einsetzende Beschäftigungsaufbau im dritten Quartal 2006 verstärkt fortgesetzt.

Verglichen mit dem Vorquartal stieg die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2006 ebenfalls um 0,9% (+ 343 000 Personen). Dies ist der stärkste Anstieg in einem dritten Quartal seit sieben Jahren. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der jahreszeitlich bedingten Schwankungen, nahm die Gesamtzahl der Erwerbstätigen um 0,4% (+ 147 000 Personen) gegenüber dem zweiten Quartal 2006 zu. Diese Zunahme entspricht in etwa der Höhe des Zuwachses vom zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal 2006 (+ 146 000 oder + 0,4%) und bestätigt die konjunkturelle Aufwärtsentwicklung.

Betrachtet man einzelne Wirtschaftszweige, zeigt sich, dass der maßgebliche Einfluss auf die positive Entwicklung der Gesamtzahl der Erwerbstätigen nach wie vor von den Dienstleistungsbereichen ausgeht. Dort nahm die Zahl der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2006 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,4% zu, nach + 1,2% im zweiten Quartal 2006. Demgegenüber ging im Berichtsquartal ein sich weiterhin abschwächender negativer Wachstumsbeitrag vom primären und sekundären Sektor aus:

In der Land- und Forstwirtschaft waren im dritten Quartal 2006 0,3% weniger Personen erwerbstätig als vor einem Jahr (im zweiten Quartal 2006: - 0,6%), im Produzierenden Gewerbe ohne Baugewerbe betrug der Beschäftigungsabbau 0,7% (im zweiten Quartal 2006: - 1,2%). Dagegen ist im Baugewerbe der seit 1995 anhaltende Personalabbau im dritten Quartal 2006 fast zum Stillstand gekommen.

Vom Anstieg der Erwerbstätigkeit im dritten Quartal 2006 profitierten - relativ gesehen - Arbeitnehmer und Selbstständige einschließlich mithelfender Familienangehöriger gleichermaßen (jeweils + 0,9% im Vorjahresvergleich). Dabei hat sich der Zuwachs bei den Arbeitnehmerzahlen nach aktuellen Erkenntnissen zunehmend auch im Bereich der voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen vollzogen.

Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich die Zahl der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen im dritten Quartal 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 0,1% auf 364,9 Stunden verringert. Ausschlaggebend hierfür war unter anderem, dass im dritten Quartal 2006 ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als im Vorjahresquartal sowie ein weiterer Anstieg der Teilzeitquote. Gleichzeitig stieg das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen als Produkt aus Erwerbstätigenzahl und Arbeitszeit je Erwerbstätigen um 0,8% auf 14,3 Milliarden Stunden an.

Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zur Erwerbstätigkeit nach Quartalen und Jahren können im Internet- Angebot des Statistischen Bundesamtes direkt unter http://www.destatis.de/indicators/d/vgr010ad.htm und http://www.destatis.de/basis/d/vgr/vgrtab10.htm abgerufen werden.

Weitere Auskünfte gibt:
Michael Braig,
Telefon: (0611) 75-2932,
E-Mail: vgr-erwerbstaetige@destatis.de

Michael Braig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise