Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mehr Beamte gehen erst mit 65 Jahren in den Ruhestand

22.06.2006
Nach vorläufigen Ergebnissen der Versorgungsempfängerstatistik wurden im Jahr 2005 rund 37 000 Beamte, Richter und Berufssoldaten der Gebietskörperschaften pensioniert, knapp 1% mehr als im Jahr zuvor. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, waren 29 000 dieser Neupensionäre im Landesdienst tätig, 5 000 im Bundesdienst und rund 3 000 im kommunalen Bereich.

Über ein Drittel (13 000) dieser Neupensionäre ging mit Erreichen der Regelaltersgrenze von 65 Jahren in den Ruhestand. Dies ist der höchste Anteil seit Beginn der Erhebung im Jahr 1993. Im Vorjahr hatte der Anteil bei 28% gelegen. Bis zum Jahr 2000 lag er immer unter 10%. Rückläufig war hingegen die Nutzung von Antragsaltersgrenzen, bei denen Beamte unter Inkaufnahme von Versorgungsabschlägen bereits nach vollendetem 63. oder 60. Lebensjahr in Ruhestand treten können. Ihr Anteil sank von 29% auf 22%. Diese Entwicklung ist unter anderem auf die Versorgungsabschläge bei vorzeitigem Ausscheiden zurückzuführen, aber auch auf die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Altersteilzeit. Unverändert im Vergleich zum Vorjahr blieb die Zahl der Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit bei etwa 8 000 (22%). 5 800 Beamte und Berufssoldaten (16%) erreichten eine besondere Altersgrenze, wie sie beispielsweise im Bereich des Polizeivollzugsdienstes gültig ist.

Im Januar 2006 erhielten rund 890 000 ehemalige Beamte, Richter und Berufssoldaten der Gebietskörperschaften beziehungsweise deren Hinterbliebene Versorgungsbezüge in Form von Ruhegehalt, Witwen- /Witwer- oder Waisengeld. Im Vergleich zum Vorjahr waren dies rund 20 000 Versorgungsempfänger mehr (+ 2,3%). Die Zahl der Pensionäre erhöhte sich um 3,2% auf 630 000, während die Zahl der Hinterbliebenen mit 259 000 nahezu unverändert blieb. Der Bund versorgte knapp 165 000 (+ 1,6%) der ehemaligen Bediensteten (einschließlich Hinterbliebene), die Länder 617 000 (+ 3%) und die Gemeinden 108 000 (+ 0,2%). Für die Bezüge der Versorgungsempfänger mussten Bund, Länder und Kommunen im Jahr 2005 rund 25 Milliarden Euro aufwenden.

Zusätzlich zu den Versorgungsempfängern der Gebietskörperschaften wurden im Januar 2006 rund 270 000 ehemalige Beamte (einschließlich Hinterbliebene) der drei Postnachfolgeunternehmen, 218 000 der Bahn, 41 000 des ehemaligen deutschen Reiches und 23 000 von Einrichtungen des mittelbaren öffentlichen Dienstes (zum Beispiel Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Bundesbank, Sozialversicherungsträger) versorgt. Bei den Beamten der Postunternehmen und der Bahn überwiegen nach wie vor mit einem Anteil von über 90% die vorzeitigen Pensionierungen auf Grund von Dienstunfähigkeit oder Vorruhestandsregelungen.

Weitere Auskünfte gibt: Sebastian Koufen, Telefon: (0611) 75-3779, E-Mail: personalstatistiken.oeffentlicher-dienst@destatis.de

Sebastian Koufen | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verbesserte Stabilität von Kunststoff-Leuchtdioden

Polymer-Leuchtdioden (PLEDs) sind attraktiv für den Einsatz in großflächigen Displays und Lichtpanelen, aber ihre begrenzte Stabilität verhindert die Kommerzialisierung. Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPIP) in Mainz haben jetzt die Ursachen der Instabilität aufgedeckt.

Bildschirme und Smartphones, die gerollt und hochgeklappt werden können, sind Anwendungen, die in Zukunft durch die Entwicklung von polymerbasierten...

Im Focus: Writing and deleting magnets with lasers

Study published in the journal ACS Applied Materials & Interfaces is the outcome of an international effort that included teams from Dresden and Berlin in Germany, and the US.

Scientists at the Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) together with colleagues from the Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) and the University of Virginia...

Im Focus: Gammastrahlungsblitze aus Plasmafäden

Neuartige hocheffiziente und brillante Quelle für Gammastrahlung: Anhand von Modellrechnungen haben Physiker des Heidelberger MPI für Kernphysik eine neue Methode für eine effiziente und brillante Gammastrahlungsquelle vorgeschlagen. Ein gigantischer Gammastrahlungsblitz wird hier durch die Wechselwirkung eines dichten ultra-relativistischen Elektronenstrahls mit einem dünnen leitenden Festkörper erzeugt. Die reichliche Produktion energetischer Gammastrahlen beruht auf der Aufspaltung des Elektronenstrahls in einzelne Filamente, während dieser den Festkörper durchquert. Die erreichbare Energie und Intensität der Gammastrahlung eröffnet neue und fundamentale Experimente in der Kernphysik.

Die typische Wellenlänge des Lichtes, die mit einem Objekt des Mikrokosmos wechselwirkt, ist umso kürzer, je kleiner dieses Objekt ist. Für Atome reicht dies...

Im Focus: Gamma-ray flashes from plasma filaments

Novel highly efficient and brilliant gamma-ray source: Based on model calculations, physicists of the Max PIanck Institute for Nuclear Physics in Heidelberg propose a novel method for an efficient high-brilliance gamma-ray source. A giant collimated gamma-ray pulse is generated from the interaction of a dense ultra-relativistic electron beam with a thin solid conductor. Energetic gamma-rays are copiously produced as the electron beam splits into filaments while propagating across the conductor. The resulting gamma-ray energy and flux enable novel experiments in nuclear and fundamental physics.

The typical wavelength of light interacting with an object of the microcosm scales with the size of this object. For atoms, this ranges from visible light to...

Im Focus: Wie schwingt ein Molekül, wenn es berührt wird?

Physiker aus Regensburg, Kanazawa und Kalmar untersuchen Einfluss eines äußeren Kraftfeldes

Physiker der Universität Regensburg (Deutschland), der Kanazawa University (Japan) und der Linnaeus University in Kalmar (Schweden) haben den Einfluss eines...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungen

124. Internistenkongress in Mannheim: Internisten rücken Altersmedizin in den Fokus

19.04.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Juni 2018

17.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Nachhaltige und innovative Lösungen

19.04.2018 | HANNOVER MESSE

Internationale Konferenz zur Digitalisierung

19.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur optischen Kernuhr

19.04.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics