Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

2004 nochmals weniger Beamte wegen Dienstunfähigkeit pensioniert

21.06.2005

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden nach vorläufigen Ergebnissen der Versorgungsempfängerstatistik im Jahr 2004 knapp 37 000 Beamte, Richter und Berufssoldaten der Gebietskörperschaften pensioniert; dies waren 6% mehr als im Jahr zuvor. 28 000 dieser Neupensionäre waren im Landesdienst tätig; rund 5 000 im Bundesdienst und knapp 4 000 im kommunalen Bereich.

Die Zahl der Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit betrug im Jahr 2004 etwa 8 000 und ist damit weiter zurückgegangen (2003: 8 600). Der Anteil der Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit an den gesamten Pensionierungen sank zwischen 2000 und 2004 von 49% auf 22%. Insgesamt wurden 2004 27 000 Beamte mit Erreichen der Regelaltersgrenze oder einer berufsspezifischen besonderen Altersgrenze pensioniert, 2 500 mehr als im Jahr 2003. Die Zahl der Personen, die mit Erreichen der Regelaltersgrenze in den Ruhestand gingen, stieg gegenüber dem Jahr 2003 um 30% auf gut 10 000. Diese Entwicklung dürfte im Wesentlichen auf die Versorgungsabschläge bei vorzeitigem Ausscheiden, aber auch auf die wachsende Zahl von Beamten in Altersteilzeit zurückzuführen sein.

Im Januar 2005 erhielten rund 872 000 ehemalige Beamte, Richter und Berufssoldaten der Gebietskörperschaften oder deren Hinterbliebene Versorgungsbezüge in Form von Ruhegehalt, Witwen-/Witwer- oder Waisengeld. Dies waren im Vergleich zum Vorjahr knapp 22 000 Versorgungsempfänger mehr (+ 2,5%). Die Zahl der Pensionäre erhöhte sich um 3,7% auf 612 000, während die Zahl der Hinterbliebenen mit 259 000 nahezu unverändert blieb. Vom Bund wurden knapp 162 000 (+ 1%) der ehemaligen Bediensteten (einschließlich Hinterbliebene) versorgt, von den Ländern 600 000 (+ 3%) und von den Gemeinden 109 000 (+ 2%). Für die Bezüge der Versorgungsempfänger mussten Bund, Länder und Kommunen im Jahr 2004 rund 24 Mrd. Euro aufwenden.

Zusätzlich zu den Versorgungsempfängern der Gebietskörperschaften wurden im Januar 2005 271 000 ehemalige Beamte (einschließlich Hinterbliebene) der drei Postunternehmen, 224 000 der Bahn, 45 000 des deutschen Reiches und 22 000 von Einrichtungen des mittelbaren öffentlichen Dienstes (zum Beispiel Bundesagentur für Arbeit, Deutsche Bundesbank, Sozialversicherungsträger) versorgt. Bei den Pensionierungen der Beamten der Postunternehmen und der Bahn überwiegen nach wie vor mit einem Anteil von über 90% die vorzeitigen Zurruhesetzungen, entweder wegen Dienstunfähigkeit oder aufgrund von Vorruhestandsregelungen.

Insgesamt erhielten damit Anfang 2005 gut 1,4 Mill. Versorgungsempfänger ihre Altersbezüge aus öffentlichen Kassen. Dafür wurden im Jahr 2004 gut 34 Mrd. Euro aufgewendet.

Weitere Auskünfte gibt: Elke Klimas, Telefon: (0611) 75-4119, E-Mail: personalstatistiken.oeffentlicher-dienst@destatis.de

Elke Klimas | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Neptun regnet es Diamanten: Forscherteam enthüllt Innenleben kosmischer Eisgiganten

21.08.2017 | Physik Astronomie

Ein Holodeck für Fliegen, Fische und Mäuse

21.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Institut für Lufttransportsysteme der TUHH nimmt neuen Cockpitsimulator in Betrieb

21.08.2017 | Verkehr Logistik