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Frauen im Alter eher pflegebedürftig als Männer -

16.08.2001


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren im Dezember 1999 2,02 Mill. Menschen in Deutschland pflegebedürftig im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes (SGB XI); davon waren 69 % (1,38 Mill.) Frauen. 80 % der Pflegebedürftigen waren älter als 65 Jahre und 37 % älter als 85 Jahre.


Die Pflegebedürftigkeit nimmt mit dem Alter zu: Bei den 90-jährigen und älteren Menschen sind 60 % pflegebedürftig.

Die Frauen ab dem 80. Lebensjahr sind häufiger pflegebedürftig als Männer dieser Altersgruppen. So beträgt bei den Frauen der Altersgruppe von 85 bis 90 Jahren die Pflegewahrscheinlichkeit 42 %, bei den Männern gleichen Alters hingegen 29 %.


Nahezu drei Viertel (72 %, 1,44 Mill.) der Pflegebedürftigen wurden im Jahr 1999 zu Hause versorgt. 1,03 Mill. Pflegebedürftige erhielten nur Pflegegeld, sie wurden also in der Regel zu Hause allein durch Angehörige versorgt. Weitere 415 000 Pflegebedürftige lebten ebenfalls in Privathaushalten; bei ihnen erfolgte die Pflege jedoch zum Teil oder vollständig durch ambulante Pflegedienste. 573 000 Pflegebedürftige (28 %) wurden in Pflegeheimen betreut.

Diese und weitere Ergebnisse zur Pflege in Deutschland – insbesondere auch über Pflegeheime und Pflegedienste einschließlich des Personals - enthält der heute veröffentlichte "Kurzbericht Pflegestatistik 1999 – Pflege im Rahmen der Pflegeversicherung". Der Bericht ist kostenlos im Internet unter www.statistik-bund.de in der Rubrik "Produkte & Service" / "Online Publikationen" abrufbar und kann in Kürze auch in gedruckter Form bezogen werden (Statistisches Bundesamt, Zweigstelle Bonn, Gruppe IX E, Postfach 17 03 77, 53029 Bonn, Telefon: 01888-644-8106, Telefax: 01888-644-8994, E-Mail: pflege@statistik-bund.de).

Die Pflegestatistik wurde erstmals im Dezember 1999 durchgeführt. Vorläufige Eckergebnisse hat das Statistische Bundesamt bereits im April 2001 veröffentlicht.

Weitere Auskünfte erteilt: Heiko Pfaff,
Telefon: (01888) 644 - 8106,
E-Mail: pflege@statistik-bund.de

Heiko Pfaff | Statistisches Bundesamt

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