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Ausgaben für außeruniversitäre Forschung leicht rückläufig

31.03.2005

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gaben die außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Jahr 2003 7,3 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung aus. Das waren 0,4% weniger als im Vorjahr. Der leichte Rückgang ist in erster Linie auf die geringere Investitionstätigkeit der Forschungseinrichtungen zurückzuführen. Während die Investitionsausgaben 9,7% unter dem Vorjahresniveau lagen, erhöhten die Einrichtungen die Ausgaben für Personal und Sachaufwand gegenüber dem Vorjahr um 1,5%.

Die außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind neben den Unternehmen und den Hochschulen die dritte Säule im deutschen Forschungssystem. Zu den außeruniversitären Forschungseinrichtungen gehören neben den Einrichtungen von Bund, Ländern und Gemeinden auch öffentlich geförderte, private Einrichtungen ohne Erwerbszweck. Auf private Forschungseinrichtungen, die von Bund und Ländern gemeinsam gefördert werden, entfielen im Jahr 2003 rund drei Viertel der Forschungsausgaben (73,1%) dieses Bereichs. Hier gaben die Helmholtz- Zentren 2,3 Mrd. Euro, die Institute der Max-Planck-Gesellschaft 1,1 Mrd. Euro, die Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft 1,0 Mrd. Euro und die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft 0,8 Mrd. Euro aus. Auf die Akademien der Wissenschaften entfielen 0,1 Mrd. Euro.

Die öffentlichen Forschungseinrichtungen von Bund, Ländern und Gemeinden hatten mit 0,8 Mrd. Euro einen Anteil von 11,2% an den gesamten Ausgaben der außeruniversitären Einrichtungen für Forschung und Entwicklung. Die sonstigen öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen, einschließlich der wissenschaftlichen Bibliotheken und Museen, gaben 2003 1,2 Mrd. Euro (15,7%) für Forschung und Entwicklung aus.

Die Ausgaben der außeruniversitären Forschungseinrichtungen machen zusammen mit den Forschungsausgaben der Hochschulen rund ein Drittel der gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland aus. Gut zwei Drittel der Forschungstätigkeiten finden im Unternehmenssektor statt. Der Europäische Rat hat 2002 in Barcelona als Ziel für das Jahr 2010 einen Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Bruttoinlandsprodukt von 3% formuliert. Der Anteil der gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung am Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2003 in Deutschland 2,55%.

Weitere Daten finden sich im Internet unter http://www.destatis.de/themen/d/thm_bildung.htm.

Weitere Auskünfte gibt: Frank Schüller, Telefon: (0611) 75-4131, E-Mail: forschungsausgaben@destatis.de

Frank Schüller | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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