Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IHK-Bericht zur Gesundheitssituation im Handwerk

30.10.2002


Handwerker fehlten krankheitsbedingt 18,7 Tage im Jahr - Krankenstand der IKK-Mitglieder lag 2001 bei 5,1 Prozent



Muskel- und Skeletterkrankungen sind nach wie vor die größten gesundheitlichen Probleme von Handwerkern. Solche Krankheiten und auch Verletzungen und Vergiftungen sind mit Abstand die häufigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit in dieser Berufsgruppe. Die Ergebnisse finden sich im dritten Bericht zur Gesundheitssituation im Handwerk des IKK-Bundesverbandes wieder. Unter dem Titel ‚Arbeit und Gesundheit im Handwerk’ sind die Auswertungen der Arbeitsunfähigkeitsdaten von rund 2,2 Millionen im Handwerk versicherten IKK-Mitgliedern zusammengestellt und nach Bundesländern aufgeschlüsselt. Demnach waren im Jahr 2001 in Deutschland rund 5,1 Prozent der IKK-Pflichtversicherten arbeitsunfähig gemeldet. Im Schnitt fehlte jeder deutsche Versicherte im vergangenen Jahr krankheitsbedingt 18,7 Tage an seinem Arbeitsplatz. Im Gegensatz zu 2000 ist dabei ein leichter Rückgang festzustellen. Auch Langzeiterkrankungen nahmen im Vergleich zu 2000 ab. Ein deutlicher Anstieg wurde im Bereich der psychischen Erkrankungen festgestellt.



"Die systematische Auswertung von Arbeitsunfähigkeitsdaten in Handwerksberufen zeigt nicht nur die unterschiedliche Entwicklung der Erkrankungen, sondern bietet vor allem die Möglichkeit zu einem gezielten Auf- und Ausbau des Gesundheitsmanagements in kleinen und mittelgroßen Betrieben", sagt Rolf Stuppardt, Vorstandsvorsitzender des IKK Bundesverbandes. Zugleich mache sie deutlich, dass Gesundheitsförderung noch immer ein - gerade auch von der Politik - vernachlässigtes Feld sei. Um dem entgegenzuwirken, haben die Innungskrankenkassen in diesem Jahr den Handwerksbetrieben über 2000 Gesundheitsberichte zur Verfügung gestellt, die diese für die Verbesserung von Arbeitsabläufen nutzen. Handwerksbetriebe sind auf Produktivität, Engagement und Gesundheit ihrer Beschäftigten besonders angewiesen, da krankheitsbedingte Fehltage in kleineren Betrieben, im Gegensatz zu den Großbetrieben, spürbarere Auswirkungen haben. Gerade deshalb, so Stuppardt, sei die betriebliche Gesundheitsförderung auch in Klein- und Mittelbetrieben auf dem Vormarsch. Eine gezielte Gesundheitsförderung sei in der Lage, zu einer nachhaltigen Umstrukturierung unseres Gesundheitswesens beizutragen.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich krankheitsbedingte Fehlzeiten durch eine auf den Betrieb abgestimmte Gesundheitsförderung positiv beeinflussen lassen. Dazu gehören insbesondere Arbeitszufriedenheit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Die Innungskrankenkassen bieten den Betrieben zielgerichtete Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, wie z. B. praktische Hilfen bei Bewegungs- und Ernährungsfragen sowie Beratungen zum Umgang mit Stress, Zeitdruck und Konflikten an.

Der IKK-Bericht 2002 ‚Arbeit und Gesundheit im Handwerk’ kann zum Preis von ca. 10 Euro (Einzelexemplar) bezogen werden über:

Bonn & Fries Druckerei-Verlag
Fax 0271/52505
E-Mail: m.pitzer@bonn-fries.net

Joachim Odenbach | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.ikk.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie